Netzwerke

(Kabel)

Netzwerke werden zum Datenaustausch zwischen räumlich entfernten Geräten (meist Computern) verwendet.
Abhängig von der Anzahl der Teilnehmer, der zu überbrückenden Entfernung, der Übertragungsgeschwindigkeit und den verfügbaren Übertragungsmedien wurden dabei verschiedene Wege beschritten.


Rolanet

Dieses sicher vom Namen her populärste Netzwerk diente der Verbindung von bis zu 253 Rechnern im LAN-Bereich. Allerdings war die Verbreitung von Rolanet in der DDR äußerst gering. Als Medium wurden Koaxkabel oder Glasfaserleitungen verwendet, die Übertragungsrate lag bei 500 kBaud.
Weitere Informationen dazu gibt es hier.


Lotunet

Dieses Netzwerk diente der Kopplung von 8-Bit-Rechnern (hauptsächlich K1520-Rechner) im LAN-Bereich.
Weitere Informationen dazu gibt es hier.


EC-Net

Diese LAN-Netzwerk benutzte die Hardware von Rolanet1 und wurde als homogenes Netz ausschließlich für Kopplung von EC1834-Computern eingesetzt.
Weitere Informationen dazu gibt es hier.


LWL-LAN 1

Dieses LAN-System auf Basis von Lichtleiterkabel und mit einer Übertragungsrate von 500 KBit/s sollte der Nachfolger von Rolanet werden.
Die Übertragung basierte, wie bei Ethernet, auf dem CSMA/CD-Verfahren.
Vermutlich kam dieses System nie über den Prototypenstatus hinaus.


IFSS-Verbindung

(IFSS= Interface sternförmig seriell)
Diese Verbindungsart (in der westlichen Welt auch unter der Bezeichnung "Current Loop" bekannt) wurde zur Verbindung von meist zwei Teilnehmern bei Entfernungen bis 500 m benutzt. Die Übertragungsgeschwindigkeit betrug maximal 9,6 kBaud. Als Leitung diente abgeschirmtes 4-adriges Kabel.

Vorteilhaft war die galvanische Trennung der Rechner, wodurch Potentialunterschiede zwischen den Rechnern nicht störend wirken. Außerdem war die Empfindlichkeit gegenüber Gewittern gering. Nachteilig war die Tatsache, dass jeweils ein Teilnehmer aktiv und einer passiv geschaltet werden musste, was bei häufig wechselnden Verbindungen recht aufwendig war.

Diese Verbindungsart war in der DDR weit verbreitet und viele Rechner, wie A5120, A5130, PC1715, A7100, A7150, EC1834, P8000, MPC , PBT4000 hatten Interfacekarten, die eine Übertragung mit IFSS ermöglichten. IFSS wurde auch gern zum Verbinden von Rechnern und Druckern und als Tastaturanschlussnorm verwendet.

Die softwareseitige Unterstützung von echten IFSS-Netzwerken war allerdings nicht allzu gut und beschränkte sich auf Terminalprogramme, die einen Dateiaustausch sowie ein Chatten mit dem Verbindungspartner ermöglichten.

IFSS konnte auch als sternförmiges Netzwerk mit mehreren Teilnehmern eingesetzt werden, allerdings ist nicht bekannt, ob dazu auch automatische Sternverteiler (Hub) produziert wurden. Außerdem wäre da softwareseitig das Problem das Adressierung zu klären.

Für einfache Anwendungen gab es Stöpselfelder, mit denen beispielsweise eine Anzahl Drucker einer Anzahl Rechner zugeordnet werden konnte.


manueller IFSS-Verteiler

manueller IFSS-Verteiler, Rückseite

IFSS bestand aus zwei Stromschleifen pro Schnittstelle (eine zum Senden und eine zum Empfangen). Es musste die Sende-Stromschleife des einen Partners jeweils mit der Empfangsstromschleife des anderen Partners verbunden werden.

Die Stromschleifen konnten per Schalter oder per Wickelbrücke entweder aktiv oder passiv geschaltet sein. Bei beiden Stromschleifen galt, dass jeweils 1 Partner aktiv geschaltet und 1 Partner passiv geschaltet sein musste. Wer aktiv war und wer passiv, war generell egal.
Druckerschnittstellen waren üblicherweise so geschaltet, dass der Rechner 2x aktiv und der Drucker 2x passiv war. Auch bei Zentralrechnern mit angeschlossenen Terminals (z.B. K1600) verwendete man diese Anschaltung.
DFÜ-Schnittstellen waren hingegen meist so geschaltet, dass die Sendestromschleife passiv und die Empfangsstromschleife aktiv war. Das ermöglichte dann Verbindung zwischen beliebigen Partnern, ohne die Einstellungen ändern zu müssen.

Die Datenübertragung erfolgte seriell mit 7 oder 8 Bit über XON/XOFF-Protokoll. Gleichzeitiges Arbeiten in beiden Richtungen (Vollduplex) war möglich.

Eine Kopplung mit modernen PCs ist möglich, da es Normwandler (konstruktiv als Zwischenstecker ausgeführt), die IFSS auf V.24 umsetzen, noch zu kaufen gibt. Ggf kann dann eine weitere Umsetzung von V.24 nach USB erfolgen.

Auch in der DDR gab es verschiedene Wandler zur Umsetzung zwischen V.24 und IFSS. Hersteller war z.B. das Kernforschungszentrum in Rossendorf.


Konverter V.24 - IFSS für den PC1715

Konverter V.24 - IFSS

Anschlussbelegung IFSS

SignalEFS10SubD25SubD15
SD- A1 19 10
SD+ B2 10 9
ED+ A3 13 12
ED- B4 14 15
SchirmA5 1 1

Verbindung zwischen den Geräten

SD- mit ED+
SD+ mit ED-
ED+ mit SD-
ED- mit SD+
Masse mit Masse


Heute existieren noch funktionsfähige IFSS-Verbindungen.


IFSR-Netzwerk

(IFSR= Interface seriell ringförmig)
Dieses sehr seltene Netzwerk hatte eine ringförmige Topologie. Als Übertragungsmedium kam 75-Ohm-Koaxkabel zum Einsatz, wobei die Anbindung der Geräte über Betriebsdatenterminals K8905 erfolgte. IFSR war eine spezielle Variante von IFSS, bei der alle Teilnehmer in Reihe geschalten waren. Eine technische Ähnlichkeit besteht auch mit dem Netzwerk SCOM-LAN. Die Stromeinspeisung für den Ring erfolgte zentral durch 1 Gerät (das Systemterminal); alle andere Geräte waren passiv eingekoppelt. Bedingt durch den Spannungsabfall an den einzelnen Stationen war der Einsatz auf maximal 15 Geräte beschränkt.


Durchgangsterminals mit IFSR-Anbindung

Einziges bislang bekanntes Anwendungsgebiet war das Zugangskontrollsystem Zeus.
Heute existiert noch 1 funktionsfähige IFSR-Verbindung.


IFLS-Verbindung

(IFLS=Interface linienförmig seriell)
Dieses Verbindungsverfahren wurde hauptsächlich zwischen zwei Großrechnern eingesetzt und ermöglichte die Überbrückung von Entfernungen bis 3 km bei einer Geschwindigkeit von 120 kBaud. Als Übertragungsmedium diente Vierdrahtleitung.
Für die Betriebsdatenterminals K8901 und K8902 wurde eine abgeleitete Schnittstelle namens IFLS-Z verwendet, die auf Basis von Koaxkabel arbeitete. Als Gegenstelle kamen dazu die Betriebsdatenerfassungsrechner A5222 und A5230 in Frage.

Auch für K1520-Rechner, wie dem A5120, A5130 und K8924 gab es entsprechende Kontrollerkarten (ILA).


ILA-Platine für K1520-Rechner

Heute existiert noch 1 funktionsfähige IFKB-Verbindung.


IFSP-Verbindung

(IFSP=Interface sternförmig parallel)
Diese Netzwerknorm war hauptsächlich für die gemeinsame Nutzung von Druckern im Netzwerk konzipiert. Sie ermöglichte dir Überbrückung von Entfernungen bis 15m und wurde über 12-adrige Kabel realisiert.
Rechner mit IFSP-Schnittstellen waren z.B. A7100 und A7150, bei K1520-Rechner (wie dem A5120, A5130, K8924) konnten entsprechende Controllerkarten nachgerüstet werden.
IFSP wurde auch zum Ansteuern einiger Lochbandgeräte benutzt.
Die Verbreitung dieser Norm war aber äußerst gering, sodass heute nicht bekannt ist, ob noch irgendwo ein Gerät damit betrieben wird.

Anschlussbelegung

SignalEFS39EFS26SubD25
SchirmA13
Masse A1,C1,A4,C4,A5,A10,A11,A12
SC B2
AC B3
S0 B4
S1
S2
D0 B5
D1 B6
D2 B7
D3 B8
D4 B9
D5 B10
D6 B11
D7 B12
A0 B13
A3 A8
A4 B1


Heute existiert vermutlich keine funktionsfähige IFSP-Verbindung mehr.


IFKB-Verbindung

(IFKB=Interface für Kassettenbandgeräte)
Diese Interfacenorm wurde anscheinend ausschließlich zum Datenaustausch von K1520-Rechnern (A5120, K8924, MC80, K8915) mit Kassettenbandgeräten (K5200, K5221) benutzt.
Softwareseitige Unterstützung dazu gab es unter den Betriebssystemen SIOS (im System eingebaut) und SCP (in Form von Dienstprogrammen).

Heute existieren noch einige funktionsfähige IFKB-Verbindungen.


IFKP-Verbindung

(IFKP=Interface für Kassettenplatten)
Diese Schnittstelle wurde zum Anschluss von Wechselplattengeräten, speziell den Modellen CM5400 und ISOT1370, benutzt.

Heute existiert vermutlich keine funktionsfähige IFKP-Verbindung mehr.


DNÜ (Datennahübertragung)

Diese Verbindungsart ermöglichte mit zwei GDN-Geräten eine Verbindung von zwei oder mehr Partnern bei Entfernungen bis 30 km. Als Übertragungsmedium wurden direkte (galvanisch verbundene) 2-Drahtleitungen oder 4-Draht-Leitungen benutzt. Die Übertragungsgeschwindigkeit konnte, abhängig von der Qualität der Leitungen, bis 19,2 kBaud betragen.


zwei Datennahübertragungsgeräte K8172

Das GDN ist dabei ein Normwandler, der die vom Rechner kommende V.24-Schnittstelle in eine "Gleichstrom-Niederpegel-Schnittstelle" umwandelt. An der Gegenstelle befand sich wiederum ein GDN zur Rückwandlung auf eine V.24-Schnittstelle.
Neben der Kopplung von Rechnern wurde DNÜ auch zur Verbindung mit entfernten Geräten, z.B. Druckern und Plottern, eingesetzt. Im Großrechnerbereich wurden DNÜ-Verbindungen auch mit sternförmiger Topologie (über Leitungskonzentratoren) benutzt. Außerdem war eine Verbindung von mehr als zwei GDN möglich, in dem diese mit aus dem Telefonbereich üblichen Verteileranlagen gekoppelt wurden.

Heute existieren noch zwei funktionsfähige GDN-Strecken.


V.24-Verbindung (RS232)

V24, RS 232, RS-232

Diese internationale Schnittstellennorm gestattet das Verbinden von zwei Rechnern über eine maximale Distanz von 15m. Über V.24 wurden aber auch viele Rechner mit externen Geräten (z.B. Modems, Digitizer, Mäuse) verbunden.
Der Vorteil bei dieser Verbindungsnorm ist ihre hohe Verbreitung. Nahezu jeder Robotron-Rechner hatte ein V.24-Interface. Die Übertragungsgeschwindigkeit war maximal 19,2 kBaud, wobei die meisten Rechner nur bis 9,6 kBaud, die frühen Rechner noch erheblich weniger, verarbeiten konnten.

Als Übertragungsmedium wurde Kabel verwendet, wobei die Adernanzahl je nach Anwendungsfall zwischen 3 und 10 schwankte. Die V.24-Norm wurde auch für Verbindungen zwischen Rechner und einen Fernverkehrsgerät genutzt, das dann seinerseits große Entfernungen zuließ (Modem, GDN).

Die Datenübertragung erfolgte seriell mit 7 oder 8 Bit über XON/XOFF-Protokoll oder Hardware-Protokoll. Während ersteres nur für Textdaten benutzt werden sollte, gestattet letzteres auch die Übertragung von beliebigen binären Daten, benötigt dafür allerdings mehr Leitungen. Die Auswahl der Protokollart erfolgt in der Regel softwareseitig.

Robotron favorisierte damals für DFÜ-Verbindungen eine synchrone Datenübertragung. Heutigen PCs sowie Drucker verwenden allerdings meist ein asynchrones Verfahren. Die Auswahl zwischen Synchronbetrieb und Asynchronbetrieb erfolgte in der Regel über DIL-Schalter oder Wickelbrücken auf den Interfaceplatinen.

Die softwareseitige Unterstützung von V.24-Netzwerken war allerdings nicht allzu gut und beschränkte sich auf Terminalprogramme, die einen Dateiaustausch sowie ein Chatten mit dem Verbindungspartner ermöglichten.

Anschlussbelegung

Signal-NameEFS26SubD25SubD15 SubD9EFS10
Schirm B2 1 1 - A5
102 (Masse)A1,B1,A27 7 5 A1
103 (TxD) A3 2 2 3 B2
104 (RxD) B4 3 3 2 -
105 (RTS) A5 4 4 7 -
106 (CTS) B6 5 5 8 A3
107 (DSR) A7 6 6 6 -
108 (DTR) B8 20 13 4 -
109 (DCD) A9 8 8 1 -
111 (SEL) B10 23 12 - -
113 (TCK) A11 24 ? - -
114 (XCK) B12 15 15 - -
115 (RCK) A13 17 11 - -
125 (RI) - 22 14 9 -

Verbindung zwischen den Geräten

TxD mit RxD
RxD mit TxD
RTS mit CTS
CTS mit RTS
DSR mit DTR
DTR mit DSR


BICLAN (BicNet)

BICLAN wurde zur Rechnerkoppelung des Bildungscomputers A5105 benutzt. Das Einsatzgebiet lag fast ausschließlich im Bereich von Schulen und Ausbildungsstätten.
Als Übertragungsmedium wurde Koaxkabel benutzt, wobei über T-Stücken die einzelnen Rechner direkt mit dem Kabel gekoppelt wurden. Die Leitungsenden waren, wie üblich, durch Abschlusswiderstände zu terminieren.
Als Steuerzentrale fungierte der Lehrer-Rechner (ebenfalls ein A5105), der mit max. 11 Schülerrechnern verbunden war.
Softwareseitig ließ BICLAN die Anzeige oder Fernsteuerung aller Schülerrechner sowie die gemeinsame Nutzung eines Druckers zu.
Eine entsprechende Software unter den Betriebssystemen SCP5105 und RBASIC wurde von Robotron bereitgestellt.


Lehrer-Software von BICLAN

Schüler-Software von BICLAN

Von diesem seltenen Netzwerk sind heute noch zwei Systeme zu Demonstrationszwecken in Betrieb.


KCNet

KCNet wurde zum Verbinden von KC87-Computern in Unterrichtsräumen benutzt.
Über spezielle Adaptermodule wurden dazu die einzelnen Rechner verbunden.
Das KCNet ermöglichte es, den Bildschirm des Lehrerrechners auf allen Schülerrechnern auszugeben.


Netzwerk-Modul (Lehrer)

Netzwerk-Modul (Schüler)

Nachdem dieses Netzwerk lange Zeit ein Mysterium war, existiert dank wiederentdeckter und mittlerweile gründlich erforschter Hardware heute wieder ein vorführbares Netzwerk dieser Art.


Modem-Verbindung

Mit Hilfe eines Modems (z.B. VM2400) konnten zwei Rechner über das öffentliche Telefonnetz oder eine Standleitung miteinander verbunden werden.


Modem VM2400

Die Übertragungsgeschwindigkeit betrug 1,2 oder 2,4 kBaud.
Als Fernleitung wurden 2-Draht-Leitungen (für Wählverbindungen) oder 4-Draht-Leitungen (für Standleitungen) benutzt. Beim Einsatz mit Wählleitungen musste der Verbindungsaufbau (Anwahl) manuell mit einem Telefon erfolgen (die Modems waren damals noch nicht selbstwahlfähig). Die angerufene Stelle konnte die Verbindung entweder auf Telefon entgegen nehmen und manuell auf den Modembetrieb umschalten oder das Modem nahm den Anruf selbst entgegen, was auch einen automatischen Einsatz in unbesetzten Stellen ermöglichte.


KIF-Verbindung

(KIF=Kleines Interface)
Diese Netzwerknorm wurde z.T. zum Verbinden von ESER-Großrechnern mit ihren Terminals benutzt.
Als Übertragungsmedium wurde Koaxkabel verwendet.
KIF-Adapter sind für die Computer K8924 und für den EC1834 bekannt, die damit eine Arbeit als intelligentes Terminal verrichteten.
Die notwendige Software wurde von Robotron bereitgestellt.
Über das KIF konnte neben dem Terminalbetrieb eine Dateiaustausch zwischen PC und Großrechner realisiert werden.
Es ist nicht bekannt, ob heute noch irgendwo so eine Netzwerkverbindung existiert.
Viele Terminals wurden auch alternativ per IFSS mit den Hostrechnern verbunden.


SIF1000-Verbindung

(SIF=Standard-Interface)
Die SIF1000-Norm wurde in den 1970er Jahren hauptsächlich im Umfeld der Robotron-4000-Rechner verwendet. Der Computer PBT4000 benutzte ebenfalls dieses Interface. Außerdem gab es eine Controllerkarte ADA für K1520-kompatible Rechner, die standardmäßig im Computer PRG710 sowie bei Bedarf im A5120, A5130, K8924 und MPC eingesetzt wurde.
Im Unterschied zu den meisten anderen Interfaces ist SIF1000 unidirektional. Es gibt also spezielle Steckanschlüsse zum Lesen und welche zum Schreiben.
SIF1000 wurde meist zur Ansteuerung von Lochbandgeräten oder Druckern (SD1156) benutzt. Später wurde diese Norm durch IFSP abgelöst.

Anschlussbelegung ADA Eingabe

SignalEFS39
DAT-E1 A11
DAT-E2 A10
DAT-E3 A08
DAT-E4 A12
DAT-E5 A05
DAT-E6 A04
DAT-E7 A02
DAT-E8 A01
STA-E1 A03
STA-E2 A09
STA-E3 A06
GES-E B11
PA-E A13
END-E B12
RUF-E B02
KOM-E1 C03
KOM-E2 C02
KOM-E3 C01
Masse A07, B04-B07, C07
-12V B01
+12V B13

Anschlussbelegung ADA Ausgabe

SignalEFS39
DAT-A1 C04
DAT-A2 C03
DAT-A3 C02
DAT-A4 C01
DAT-A5 C09
DAT-A6 C08
DAT-A7 C06
DAT-A8 C05
STA-A1 A01
STA-A3 A02
STA-A2 A03
KOM-A1 C13
KOM-A2 C12
KOM-A3 C11
RUF-A B02
PA-A C10
END-A B12
+12V B01
-12V / +5VB13
Masse A07, B04-B10, C07


IMS-1 (auch als SI1.2 bezeichnet)

Diese Interfacenorm stammt aus der Vor-Computerzeit und wurde in der Kategorie "Ketten-Interface" geführt. Es sollte das Zusammenwirken verschiedener Funktionseinheiten in komplexen automatischen Messsystemen ermöglichen, die logischen und elektrischen Koppelbedingungen waren bis ins Kleinste festgelegt.


Messsystem auf IMS1-Basis mit Lochbandstanzer und Streifendrucker

EDV-Geräte, die das IMS-1 direkt benutzten, sind der Computer PBT4000, der K1510-OEM-Rechner, die K1600-Rechner und der Thermo-Streifendrucker G3287.

Heute ist keine Existenz einer funktionierenden IMS-1-Verbindung mehr bekannt.


IMS-2 (auch als SI2.2 bezeichnet)

Dieses Interface kam hauptsächlich in der Messtechnik zum Einsatz und ist auch unter dem Namen "IEC-Bus", "HP-Bus", "GPIB" oder "IEE488" bekannt. Es gestattet, viele Funktionseinheiten zusammenzuschalten und vom Computer her zu adressieren. Spannungsmesser, Frequenzmesser und Zähler wurden häufig mit dieser Schnittstelle bestückt.
Auch für K1520-Rechner gab es eine Adapterkarte, die in der Messtechnikversion des A5120, im PSA1305 sowie im MFA100 zum Einsatz kam. Und der Drucker G3407 hatte ebenfalls ein IMS-2-Interface.

Leider ist heute keine Existenz einer funktionierenden IMS-2-Verbindung mehr bekannt.


SI2.2-Verbindung

Dieses parallele Interface war für "Linienverkehr" (= BUS) bestimmt und ein verbreiteter Standard in der R4000-Rechner-Familie. Es ermöglichte erstmals eine effektive Einbeziehung von Rechnern und konkurrierte darin mit internationalen Systemen wie CAMAC (von EURATOM) oder NIM (USA).

Genauere Informationen liegen leider noch nicht vor.


Centronics-Verbindung

Dieses parallele Interface, in der DDR auch als "IFSP/M" bezeichnet, wurde nahezu ausschließlich zum Koppeln von Rechnern mit Druckern verwendet.
Die maximale Kabellänge betrug 5 Meter.
Rechner mit Centronics-Interface sind z.B. der A7100, A7150, EC1834 und MPC

Anschlussbelegung

LeitungSubD25CanonEFS26EFS39
DA 0 2 2 A5 B5
DA 1 3 3 A6 B6
DA 2 4 4 A7 B7
DA 3 5 5 A8 B8
DA 4 6 6 A10 B9
DA 5 7 7 A11 B10
DA 6 8 8 A12 B11
DA 7 9 9 A13 B12
/STB 1 1 B6 B2
/ACK 10 10 B7 B3
BSY 11 11 B8 C11
Paper End 12 12 B9 B1
Select 13 13 B10 ?
/Auto feed14 14 B11 ?
ERROR 15 32 B12 ?
/INIT 16 31 B13 ?
Masse 18-25 19-30 A9 A1,A4,A5,A10-A12,C1,C5


SCOM-LAN

(Alias SCOM LAN)

(SCOM LAN=Subcommunication Local Area Network)
Dieses seltene Netzwerk wurde zur Vernetzung von Bürocomputern (bis maximal 100 Geräte) benutzt. Ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung war ein besonders kostengünstiger Aufbau. Die Entwicklung wurde von der FH Warnemünde vorangetrieben und zusammen mit dem Büromaschinenwerk Sömmerda in die Produktion übergeleitet.

Die Übertragungsgeschwindigkeit betrug 156 kBaud (19,5 KByte / Sekunde), die Topologie war ringförmig unidirektional. Die Datenübertragung erfolgte synchron.

Als Übertragungsmedium diente Koaxkabel (betrieben mit TTL-Pegel) mit einer maximalen Länge von 1,2 km, wobei der Abstand zwischen den Stationen maximal 600 m betragen durfte. Das Kabel wurde entweder direkt auf die LAN-Controllerkarten (NIU) gelötet oder über einen 10-poligen EFS-Stecker angekoppelt.

Zum SCOM-LAN gab es Controllerkarten für die Computer PC1715, PC1715W, EC1834, Mansfeld MPC4 sowie für K1520-Rechner (meist A5110 oder A5120) und NANOS-Rechner. Elektrisch hatte jede LAN-Karte eine Eingangsleitung und eine Ausgangsleitung. Bei eingeschaltetem Rechner übernahm die Netzwerkkarte die Durchschleifung von nicht für die eigene Station bestimmten Daten zum Ausgang, im ausgeschalteten Zustand überbrückte ein Relais Eingang und Ausgang und hielt somit den Ring betriebsfähig. Auf eine Bestückung der Netzwerkkarten mit Mikroprozessoren hatte man aus Kostengründen in den meisten Fällen verzichtet. Die Netzwerkkarten enthielten als bestimmende Bauteile eine SIO U856 und einen U857. Bei den 8-Bit-Rechnern wurde der 2. Kanal des U856 zur Bereitstellung einer zusätzlicher IFSS-Schnittstelle genutzt. Getrennte Kabel-Ankoppelstationen (MAU) gab es bei SCOM-LAN nicht.


SCOM-LAN-Netzwerkkarte für den Rechner PC1715

Für Rechner, in denen kein Platz für eine Netzwerkkarte war (z.B. A7150) oder für die es aufgrund ihres exotischen Bussystems keine Netzwerkkarten gab, bestand die Möglichkeit einer an die V.24-Schnittstelle angekoppelten externe Netzwerkkarte (sog. "NIU Box").


NIU-Box

NIU-Box, geöffnet

Außerdem gab es sog. LAN-Boxen. Das waren externe Geräte, die einen kleinen Rechner enthielten und als eigenständige Arbeitsstationen im Netz agierten. Sie wurden z.B. als Druckserver verwendet.


LAN-Box für SCOM-Netze

Für den Bürocomputer EC1834 wurde neben der unintelligenten Netzwerkkarte auch eine prozessorbestückte Netzwerkkarte entwickelt. Sie enthielt neben den typischen SIOS- und CTC-Schaltkreisen einen Prozessor U880 samt 256 KByte RAM sowie zwei Boot-ROMs. Dadurch wurde der Hauptprozessor des Bürocomputers bei Netzwerkarbeit entlastet und der Datendurchsatz wuchs. Anwendung wird diese Karte wahrscheinlich ausschließlich bei Servern gefunden haben.

Die Identifikation der Rechner im Netz fand über Nummern statt. Die Netzwerkkarten konnten immer nur 1 Kommunikation gleichzeitig durchführen. Während eines Datenaustauschs konnten also andere Rechner den betreffenden Computer nicht erreichen. Im Falle eines kurzzeitigen Datenaustauschs konnte dies über einen Timeout (Wartefunktion) des anfragenden Rechners kompensiert werden.

Als Software gab es einerseits ein nach dem OSI-Referenzmodell aufgebautes Grundsystem "SCOM-NIOS", das von eigenen Programmen benutzt werden konnte. Andererseits gab es auch eine Reihe Test- und Dienstprogramme zur manuellen Kommunikation: Außerdem stand für die Programmiersprache PASCAL eine Toolbox mit entsprechenden Funktionsaufrufen bereit.

Eine detaillierte Beschreibung des SCOM-LAN-Systems findet sich hier.
Heute existiert anscheinend nur noch (bzw. wieder) 1 funktionsfähige SCOM-LAN-Verbindung.

Besitzt noch jemand Hardwarekomponenten oder Software zu SCOM-LAN?


LANCELOT

Dieses ring- oder sternförmige Netzwerk wurde von der Humboldt-Uni Berlin mit Unterstützung von Robotron-Elektronik Dresden entwickelt (wahrscheinlich 1984) und arbeitete mit Lichtleitertechnik. Die Übertragungsgeschwindigkeit betrug 512 kBaud (64 KByte/Sekunde). "LANCELOT" stand für "Local Area Network for computer and equipment link with optical transmission".

Das Netzwerk arbeitete ohne zentralen Controller. Um zu verhindern, dass mehrere Stationen gleichzeitig sendeten und die Daten damit verfälscht würden, benutzte LANCELOT ein Verfahren, das dem CSMA/CD ähnlich war. Die Netzwerkeinheiten lauschten vor dem Senden, ob das Netz frei war und wiederholten ggf. bei gleichzeitigem Senden mehrerer Stationen nach einer zufälligen Wartezeit die Sendung.

Zur Verbindung mit dem Netzwerk wurden spezielle Knotenrechner auf Basis des Prozessors U880 entwickelt, die bis zu drei Arbeitsrechner (hauptsächlich Bürocomputer) bedienen konnten. Zum Knotenrechner gehörten 8 KByte ROM und 2 KByte RAM. Zum Einsatz in ringförmigen Netzen konnte auf den Knotenrechnern eine Repeaterfunktion zugeschaltet werden, die optischen Eingang und optischen Ausgang logisch verband.

Die kleine Variante des Knotenrechners bestand aus zwei Leiterplatten: der Medienplatte MD84 und dem Buscontroller BC84. Der Netzcontroller verfügte über einen K1520-Busanschluss, konnte damit per Kabel mit dem Rechnerbus von beliebigen K1520-Arbeitsrechnern verbunden werden.

Die große Variante des Knotenrechners besaß außer MD84 und BC84 eine weitere Leiterplatte: den Einplatinenrechner SBC84, der ebenfalls auf Basis des Prozessors U880 (mit 16 KByte ROM) arbeitete. Der bis auf 1 MByte aufrüstbare RAM dieser Karte ermöglichte die Zwischenspeicherung der Datenpakete und ermöglichte damit auch die gleichzeitige Arbeit mehrerer an 1 Knotenrechner angeschlossener Arbeitsrechner. Deren Ankopplung erfolgte wieder über einen K1520-Busanschluss. Oder, wenn der Arbeitsrechner keinen K1520-Bus hatte, über beliebige anderen Schnittstellen (meist V.24 oder IFSS), deren Controller die in die zwei freien K1520-Slots des Knotenrechners gesteckt wurden. Letzteres hatte den Nachteil einer geringeren Übertragungsgeschwindigkeit.

Über einen Einsatz von LANCELOT außerhalb der UNI ist bislang nichts bekannt.

Heute gelten alle Hardware- und Softwarekomponenten von LANCELOT als ausgestorben.


ATLAS-Netzwerk

Dieses Netzwerk mit sternförmiger Topologie wurde am Zentralen Forschungsinstitut in Leipzig entwickelt und hatte eine Übertragungsgeschwindigkeit von 512 kBaud (64 KByte/Sekunde).
Als Medium wurde Koaxkabel eingesetzt.
Über einen Einsatz außerhalb des Instituts ist bislang nichts bekannt.

Heute gelten alle Hardware- und Softwarekomponenten von ATLAS als ausgestorben.


SO.9-Netzwerk

Dieses Netzwerk mit ringförmiger Topologie wurde an der TU Dresden entwickelt.
Als Medium wurden 2-Drahtleitungen benutzt. Die Übertragungsgeschwindigkeit betrug 2 MBaud (256 KByte/Sekunde). Die Adressierung wurde über Token realisiert.
Offenbar handelt es sich beim SO.9 um einen engen Verwandten des IFSR-Netzwerks.
Über eine Verbreitung außerhalb der UNI ist bislang nichts bekannt.

Heute gelten alle Hardware- und Softwarekomponenten von SO.9 als ausgestorben.


SIF-ESER-Verbindung

(SIF=Standard-Interface)
Diese Interfaceart wurde bei Großrechnern, wie dem EC1040, eingesetzt und diente der Kopplung des Rechners mit externen Geräten.
Technische Details liegen leider noch nicht vor.


Lichtwellenleiterkommunikation mit niedriger Übertragungsrate

Diese Netzwerkart ermöglichte die Ankopplung von Geräten, die eigentlich per V.24-Schnittstelle angekoppelt wurden, über größere Entfernungen (bis 1000 Meter). Mögliche Koppelpartner waren neben anderen Rechnern auch Drucker, Messgeber, Terminals oder Betriebsdatenterminals.

Aufgrund der geringen Geschwindigkeit beinhalteten die Netze meist nur zwei Teilnehmer (Punkt-Zu-Punkt-Verbindungen). Eine Verbindungsmöglichkeit zur Lichtwellenleitertechnik von Rolanet bestand aufgrund der unterschiedlichen Geschwindigkeit nicht.

Die Herstellung optischer Halbleiter (Sendedioden, Empfangsdioden) oblag dem Werk für Fernsehtechnik in Berlin. Das Elektroapparatewerk Berlin-Treptow entwickelte Module, die die notwendigen optischen Bauelemente und die Ansteuerelektronik beinhalteten und sich für den Aufbau von langsamen Glasfasersystem eigneten.


Optische Sende- und Empfangsmodule in Originalverpackung

Optisches Sendemodul, geöffnet

Anschlussstecker des Lichtleitkabels.
Mit (oben) und ohne (unten) Schutzkappe.



EC1834-Glasfaserverbindung

Diese Netzwerkart wurde speziell für den Rechner EC1834 entworfen und ermöglichte die Kopplung von Geräten, die eine V.24-Schnittstelle besaßen, über größere Entfernungen (bis 1000 Meter). Mögliche Koppelpartner waren Drucker, Messgeber, Terminals oder Betriebsdatenterminals. Aber auch eine direkte Verbindung zweier EC1834-Computer war damit möglich. Robotron entwickelte dazu eine Schnittstellenkarte K8075.20, die funktionsseitig der ASK-Karte entsprach.


ASL-Karte

Auf der Gegenseite gab es ein Gerät namens OSM (Optisches Schnittstellenmodul), das die Glasfaserübertragung wieder auf eine V.24-Schnittstelle zurückwandelte. Technisch gab es das OSM in zwei Ausführungen:

Vier K8101-Module

Die Übertragung erfolgte im Infrarotbereich (820 nm) mit einer maximalen Geschwindigkeit von 60 kBaud.


PC1715-Glasfaserverbindung

Eine Serienproduktion einer solchen Lösung gab es nicht, aber es existierten Umbauten von IFSS-Geräten bzw V.24-Geräten auf Glasfaser. Ziel war die Verbindung von PC1715-Bürocomputern mit entfernten Druckern der K631x-Serie.


Auf Glasfaser umgebaute Schnittstellenkarte

Auf Glasfaser umgebautes Druckerinterface

Bis heute hat anscheinend nur 1 Exemplar davon überlebt.


Schnittstellenwandler NW-2

Außer Robotron gab es noch weitere Hersteller solcher Technik in der DDR. So wurde von der "Nachrichtenwerkstatt 2" der NVA (Nationale Volksarmee, Frankfurt/Oder) ein Sende- und Empfangsmodul in Form eines externen Geräts gebaut, das wahrscheinlich ausschließlich im militärischen Umfeld eingesetzt werden sollte. Das Gehäuse war dasselbe wie das des P8000-Terminals. Denkbar, dass das Gerät in Verbindung mit dem Computer P8000 (Kopplung Rechner-Rechner oder Rechner-Terminal) benutzt wurde, entweder in Glasfaserkopplung mit einem gleichen Gerät oder mit einem optischen P8000-Terminal. Das Gerät konnte rechnerseitig eine V.24-Schnittstelle oder eine IFSS-Schnittstelle realisieren. Sende- und Empfangskanal wurden über getrennte Lichtleitkabel geschickt.


LWL-Adapter von "NW-2"

LWL-Adapter, Rückseite

LWL-Adapter, geöffnet. Oben in der Mitte die Transmitter.

Bis auf zwei funktionierende Geräte gelten alle Komponenten dieser Technik heute als ausgestorben.


Schnittstellenwandler OSE-IFSS

Vom Elektroapparatewerk Berlin-Treptow wurden auch Module entwickelt, die eine Umsetzung von IFSS nach Glasfaser und zurück ermöglichten. Die Module wurden vermutlich auf Bürocomputer A7150 gesteckt.


Wandlermodul OSE-IFSS

Wandlermodul OSE-IFSS


Vermutlich ein Prototyp zum OSE-IFSS

Die Übertragungsrate lag entsprechend der IFSS-Einstellungen bei maximal 9600 Baud. Das gewünschte Aktiv/Passiv-Verhalten wurde über Steckbrücken eingestellt. Als Software konnten beliebige DFÜ-Programme (z.B. ISCMAN oder TLC) verwendet werden.


Netzwerk des VEB Metallurgieelektronik Leipzig

In den 1980er Jahren kam der VEB Metallurgieelektronik Leipzig offenbar in Besitz eines Novell-Netzwerkes (Novell/286), das unter dem Betriebssystem DOS lief und westliche PCs (möglicherweise IBM PS/2) verband. Zur Ankopplung an das Netzwerk kamen westliche "Proteon ProNet-10"-Karten (denkbar wäre auch ein DDR-Nachbau derselben) zum Einsatz, die eine Tokenring-Architektur mit einer Arbeitsgeschwindigkeit von 10 MBit/s bildeten.


ZIM-Verbindungsmodul

ZIM-Verbindungsmodul, geöffnet

Als Anschlussknoten (Hub, MSAU) für die Rechner baute der VEB Metallurgieelektronik Leipzig kleine Geräte, "Verbindungsmodul" genannt. Diese verbanden die sternförmig ankommenden Stichleitungen der PCs zu einem Ring. Der Hub selbst verfügte über keine eigene Intelligenz. Relais überbrückten lediglich bei Bedarf nicht-aktive oder nicht-angesteckte Netzteilnehmer. Außerdem gab es Schalter, um Stationen bewusst von der Kommunikation auszuschließen. An den Hub konnten jeweils vier Rechner angeschlossen werden. Eine Verbindung mit weiteren Hubs war offenbar möglich. Die Stromversorgung der Hubs erfolgte über die Datenkabel (Stichleitungen) von jedem der angeschlossenen Rechner.

Über den Einsatzzweck des Netzwerks ist bislang nichts bekannt. Aufgefundene Disketten legen nahe, dass das Netzwerk von Metallurgieelektronik Leipzig auch in anderen Betrieben zum Einsatz kam.

Zwei solcher Hubs haben bis heute überlebt. Sie befinden sich im Rechenwerk Computermuseum Halle


HODIS-2-LAN

Dieses Netzwerksystem wurde 1989 von Robotron vorgestellt und diente der Vernetzung von 8-Bit-Rechnern, z.B. PC1715 und den Bürocomputern A5120 bzw. A5130.

Technische Daten dieses heute als ausgestorben geltenden Systems liegen noch nicht vor.


MRS-NET

Dieses Netzwerksystem wurde 1988 vom "Kombinat Industrieautomatisierung" vorgestellt und diente der Vernetzung der Maschinensteuerungen MRS704 und MRS705 untereinander sowie mit dem Rechner ICA700.

Technische Daten dieses heute als ausgestorben geltenden Systems liegen noch nicht vor.


DILONA

Dieses busförmige Netzwerk wurde von der TH Ilmenau entwickelt und übertrug Daten mit 18 MBit pro Sekunde über Koaxkabel oder Lichtleitkabel. Das Zugriffsverfahren war TDMA.

Weitere Informationen dieses als ausgestorben geltenden Systems liegen noch nicht vor.


ZIT-NET

Dieses Tokenring-Netzwerk wurde von der TH Zittau entwickelt und übertrug Daten mit 0,5 MBit über Lichtleitkabel.

Weitere Informationen dieses als ausgestorben geltenden Systems liegen noch nicht vor.


Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de