Bildschirmterminals

(Bildschirmsichtgerät, Bildschirmsichtgeräte)

Diese Rechner wurden für Bildschirmanzeige, Tastatureingabe und Druckerausgabe an größeren Rechnern (Hosts) benutzt.
Technisch beinhalteten sie einen kleinen Computer (dessen Betriebssystem sich meist im ROM befand), einen Bildschirm und eine Tastatur. Außerdem enthielten sie häufig einen Anschluss für einen Drucker. Nach dem Einschalten aktivierte das Terminal die Fernübertragungsschnittstelle und leitete die Tastatureingaben an den Rechner sowie dessen Antworten auf den Bildschirm.

Die eingebauten Schnittstellen ermöglichten auch größere Entfernungen zum Hauptrechner. Bei Bedarf konnte diese Distanz durch den Einsatz von GDNs oder Modems noch vergrößert werden.

Vorgänger der Bildschirmterminals waren die Bedienschreibmaschinen bzw. Bediendrucker. Über Terminalprogramme (z.B. TLC) war es außerdem möglich, Bürocomputer als Bildschirmterminal einzusetzen.
Verwandte der Bildschirmterminals waren die Betriebsdatenterminals, die meist im industriellen Umfeld eingesetzt wurden.


Bildschirmterminal Robotron K8911

(Alias K 8911, K-8911)

Dieses Terminal wurde hauptsächlich als Systemkonsole bzw. Datenstation für Rechner der K1600-Serie benutzt und vom VEB Robotron Zella-Mehlis gebaut.
Aber auch als Zweitterminal am Computer A7150 unter dem Betriebssystem MUTOS kam es zum Einsatz.

Rechner und Bildschirm waren in einem kompakten Gehäuse (520x350x450 mm bei einem Gewicht von 22 kg, zuzüglich 3 kg für die Tastatur) untergebracht.
Der Bildschirm (K7222 in Einbauvariante) arbeitet ausschließlich im Textmodus mit einer Auflösung von 80x24 Zeichen.


Terminal K8911

Innenansicht des K8911

Konfigurationsmenü

Selbsttest: Anzeige der Sonderzeichen

Extern wurden die Tastatur K7634 und bei Bedarf der Drucker (meist ein SD1152) per IFSS-Schnittstelle anschlossen.
Die Kopplung mit dem Leitrechner erfolgte bei der Variante K8911.80 über eine IFSS-Schnittstelle, bei der Variante K8911.81 über eine V.24-Schnittstelle, beide standardmäßig mit 9600 Baud, 7 Datenbits, 1 Stopbit, asynchron-duplex.

Das K8911 besaß intern fünf K1520-kompatible Steckplätze.
Das Betriebssystem befand sich verteilt auf bis zu 16 EPROMs (je nach Variante).

Nach dem Einschalten durchlief das K8911 einen Selbsttest und ging danach in den Online-Modus über.
Über ein Konfigurationsmenü (mit der Tastenkombination CTRL-RESET zu starten) ließen sich die Übertragungs- und Anzeigeparameter in weiten Grenzen verändern. Außerdem konnten im Offline-Modus die Schritte des Hardware-Selbsttests per Funktionstasten wiederholt werden (Siehe K8912).

Platinenbestückung

K-Name Platine Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
K3820 012-7040 PFS programmierbarer Festwertspeicher Max. 16k ROM
K7024 012-6820 ABS Adapter für Bildschirm Bildschirmkarte
K2521 012-7100 ZRE zentrale Recheneinheit CPU + 3k ROM + 1k RAM
K7028 012-6710 ATS Adapter für Tastatur und serielle Geräte für Tastatur, Drucker + Fernleitung

Vom K8911 gab es einige zum PC umgebaute Varianten, die die Arbeit auf CP/M-ähnlichen Betriebssystemen (wie z.B. M/OS) ermöglichten.
Ob die Rechner so von Robotron ausgeliefert wurden oder ob es sich um Umbauten von Anwendern handelt, ist noch nicht geklärt.

Das K8911 wurde unter der Bezeichnung CM1609 ins SKR eingegliedert.

Heute sind von diesem Rechner haben heute noch einige Exemplare überlebt.


Bildschirmterminal Robotron K8912

(Alias K 8912, K-8912)

Das Bildschirmterminal K8912 ist ein naher Verwandter des K8911, wurde ebenfalls vom VEB Robotron Zella-Mehlis gebaut und scheint sich nur in der Software von diesem zu unterscheiden. Der K8912 arbeitet nach der AP64-Prozedur und wurde hauptsächlich an K1600-Rechnern benutzt. Die Übertragung zum Hauptrechner erfolgte mit 200...9600 Baud halbduplex asynchron entweder über eine V.24-Schnittstelle in Verbindung mit einer GDN oder einem Modem oder über eine IFSS-Schnittstelle. Die Datenblocklänge konnte dabei 32, 64, 128 oder 256 Bytes betragen.
Als Tastatur kam wieder die K7634 zum Einsatz.


Terminal K8912 im weiß-braunen Gehäuse

K8912 im orange-weißem Gehäuse

Innenansicht des K8912

Nach dem Einschalten überprüfte der K8912 seine Hardware und ging anschließend in den ONLINE-Modus über. Mit der Taste OFF konnte zwischen Online-Modus und Offline-Modus umgeschaltet werden. Im Offline-Modus konnte mittels Funktionstasten bei Bedarf der Hardwaretest wiederholt werden:

Platinenbestückung

K-Name Platine Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
K7024 012-6820 ABS Adapter für Bildschirm Bildschirmkarte
K3820 012-7040 PFS programmierbarer Festwertspeicher Max. 16k ROM
K2521 012-7100 ZRE zentrale Recheneinheit CPU + 3k ROM + 1k RAM
K7028 012-6710 ATS Adapter für Tastatur und serielle Geräte für Tastatur, Drucker + Fernleitung
Das K8912 wurde in das SKR unter der Bezeichnung CM1608 eingegliedert.

K8912-Terminals wurden in einigen Fällen in eigenständige Bürocomputer umgebaut.
Das Betriebssystem SCP wurde dazu von Diskette geladen. Ob die Rechner so von Robotron ausgeliefert wurden oder ob es sich um Umbauten von Anwendern handelt, ist noch nicht geklärt.
Der Preis für die Floppyvariante betrug damals 22.000 Mark


K8912 als Bürocomputer



Bildschirmterminal Robotron K8913

(Alias K 8913, K-8913)

Dieses Terminal wurde als Datenstation für die Betriebsdaten-Erfassungssysteme A5220 und A5222 benutzt.
Auch das K8913 stammte vom VEB Robotron Zella-Mehlis und ähnelte in seinen Eigenschaften dem K8912.

Die Kopplung mit dem Leitrechner erfolgte mit 4800 Baud halbduplex asynchron über eine IFSS-Schnittstelle. Als Bildschirm kamen die Elektroniken von K7221 oder K7222 zum Einsatz.

Der K8913 war mit 32 KByte ROM bestückt, in dem sich das Echtzeitbetriebssystem EIEX befand.

Als externes Gerät konnte über eine IFSS-Schnittstelle ein Drucker der Typen K6311, K6312, SD1152 oder SD1157 angeschlossen werden.
Die Verbindung mit dem A5222 erfolgte ebenfalls über eine IFSS-Schnittstelle.


Terminal K8913

Innenansicht des K8913

Platinenbestückung K8913.01:
K-Name Platine Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
? 012-6720 ? ? Interfacekarte
? 012-3290 OFS Operations- und Festwertspeicher 4k ROM + 32k RAM
K7024 012-6830 ABS Adapter für Bildschirm Bildschirmkarte BAB1
K2521 012-7100 ZRE zentrale Recheneinheit CPU + 3k ROM + 1k RAM
K7028 012-6710 ATS Adapter für Tastatur und serielle Geräte für Tastatur, Drucker + Fernleitung


Platinenbestückung K8913.03:
K-Name Platine Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
K3528 045-8530 OPS Operationsspeicher 64k RAM
K7024 012-6830 ABS Adapter für Bildschirm Bildschirmkarte BAB1
K2521 012-7100 ZRE zentrale Recheneinheit CPU + 3k ROM + 1k RAM
K7028 012-6710 ATS Adapter für Tastatur und serielle Geräte für Tastatur, Drucker + Fernleitung

Von diesem seltenen Gerät sind nur noch 2 Exemplare (1x K8913.xx und 1x K8913.03) bekannt.


Bildschirmterminal Robotron K8914

(Alias K 8914, K-8914)

(Alias K 8913, K-8913)

Dieses Terminal wurde speziell für das ESER-Bildschirmsystem EC7920M entwickelt, und zwar ebenso wie die anderen Geräte dieser Serie vom VEB Robotron Zella-Mehlis. Typischer Koppelpartner des Gerätes war der Kommunikationsprozessor MPD.


Terminal K8914

Terminal K8914 im braunen Gehäuse

K8914, geöffnet

Als Tastatur kam wieder die bewährte K7634 zum Einsatz.
Die Kopplung mit dem Leitrechner erfolgte mit 600-9600 Baud halbduplex synchron mit 7 Datenbits über eine V.24-Schnittstelle. In den meisten Fällen wurden zur Vergrößerung der Reichweite GDNs in die Fernleitung geschaltet.

Im Onlinebetrieb arbeitet das K8914 nicht byteweise, sondern mit einer vorgeschriebenen Datenstruktur. Die Datenblocklänge konnte dabei 32, 64, 128 oder 256 Bytes betragen. Da es für Mehrpunktverbindungen geschaffen wurde, reagierte es nur auf Rechneranfragen, die auch seine Adressnummer enthielten. Neben der üblichen Online-Betriebsart konnte das Gerät auch in eine Offline-Betriebsart geschaltet werden, was zum Erhalt der aktuellen Bildschirmausgaben führte. Außerdem besaß das Gerät einen Selbsttest, der beim Einschalten automatisch sowie per Tastendruck manuell gestartet wurde.

Das K8914 wurde wurde unter der Bezeichnung EC7925 in das ESER-System eingegliedert.

Platinenbestückung:
K-Name Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
K7024 ABS Adapter für Bildschirm Bildschirmkarte BAB1
K2521 ZRE zentrale Recheneinheit CPU + 3k ROM + 1k RAM
K7028 ATS Adapter für Tastatur und serielle Geräte für Tastatur, Drucker + Fernleitung
K3820 PFS Programmierbarer Festwertspeicher 16 KByte ROM, davon 14 KByte bestückt

Es scheint heute nur noch 1 Exemplar dieses seltenen Rechners zu geben.


Bildschirmterminal Robotron K8915

(Alias K 8915, K-8915)

Die "Konfigurierbare Datenstation K8915" war ein sehr universelles Gerät. Es gab sie in drei Varianten: In diesem Kapitel soll nur die Terminal-Variante betrachtet werden.

In der Terminal-Variante hatte das K8915 ähnliche Eigenschaften wie das Terminal K8912, besaß also kein Konfigurationsprogramm im ROM und war bildschirmseitig auf den Textmodus beschränkt.
Bei Einsatz im Datenerfassungssystem A5222 wurde das K8915 zusätzlich mit einem Magnetkarten-Schreib/Lesegerät K6501 sowie einem Lochkartenleser K6202 und einem Lochkartenstanzer robotron 1225 gekoppelt.


Terminal K8915

Innenansicht des Terminals K8915

Nach dem Einschalten führte das K8915 einen Selbsttest aus (RAM, ROM, Tastatur) und sprach danach zyklisch die IFSS-Schnittstelle und die V.24-Schnittstelle mit allen möglichen Übertragungsgeschwindigkeiten an, bis es vom DFÜ-Partner eine entsprechende Antwort bekam und dann mit der entsprechenden Übertragungsart seine Arbeit als Terminal aufnehmen konnte.

Platinenbestückung

K-Name Platine Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
K6001062-8500ASLAdapter für SchreibleseeinheitController für Magnetkartenschreiber
?045-8762ZREZentrale RecheneinheitCPU und 256k RAM
K6022012-7090ADAAdapter für DatenaustauschSIF1000-Interface
?045-8732??für Tastatur, Drucker und Fernleitung
K7024012-6820ABSAdapter für BildschirmGrafikkarte

In der Literatur taucht das K8915 im Jahr 1984 unter der Bezeichnung "Quasigrafisches Farbterminal" auf. Ob es sich hierbei um einen Schreibfehler handelt oder ob das K8915 tatsächlich in Kombination mit einem Farbbildschirm geplant war, lässt sich heute nicht mehr feststellen.

Vom K8915-Terminal (nicht aber vom K8915-Bürocomputer) ist heute nur noch 1 Exemplar bekannt.


Bildschirmterminal Robotron K8917

(Alias K 8917, K-8917)

Das Rastersichtgerät unterscheidet sich von seinen anderen Terminals durch seine Grafikfähigkeit (640x408 Punkte im Speicher, davon 640x288 monochrom darstellbar).
Es besaß einen Interpreter für grafische Kommandos und setzte diese auf dem Bildschirm als Punkte, Linien und Kreise um. Die Anwendung dafür war offenbar im CAD-Umfeld, sowohl an K1600-Rechnern also auch an K1520-Rechnern. Das K8917 kannte fünf Linienarten und vier Linienstärken. Die Kopplung mit dem Leitrechner erfolgte über einen IFSS-Schnittstelle.


Grafik-Terminal K8917

Rückansicht des K8917

Innenansicht des K8917

Testbild

Platinenbestückung

K-Name Platine Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
?012-3220?GrafikprozessorGrafikkarte, Teil 1
?012-3230?RasterbildsteuerungGrafikkarte, Teil 2
?012-3210ABSAdapter für BildschirmGrafikkarte, Teil 3 (Textmodus)
?012-3290OFSOperations- und Festwertspeicher16 KByte RAM + 4 KByte ROM
K3820012-7040PFSProgrammierbarer Festwertspeicher16 KByte ROM
K2525012-7110ZREZentrale RecheneinheitCPU-Karte
K7028012-6710ATSAdapter für Tastatur und serielle GeräteIO-Karte, Tastatur + V.24

Von diesem seltenen Gerät sind heute nur noch 2 Exemplare bekannt. Leider ist es bisher noch nicht gelungen, die Grafikeigenschaften des Gerätes wieder nutzbar zu machen.


Bildschirmterminal Robotron K8918

(Alias K 8918, K-8918)

Dieser Rechner stellte eine Sonderversion der Bürocomputer A7100 bzw. A7150 dar und wurde vom VEB Robotron-Meßelektronik Dresden gebaut. Das K8918 wurde als grafisches Terminal vor allem an K1840-Rechnern verwendet, mit denen es per V.24-Schnittstelle oder IFSS-Schnittstelle verbunden wurde.

Robotron entwickelte dazu ein spezielles Betriebssystem K8918-OS, das von Diskette geladen wurde und dann ein entsprechendes Dienstprogramm startete. Programmseitig war K8918-OS an SCP1700 angelehnt.


Grafik-Terminal K8918

Arbeit am K8918

Arbeit am K8918

Die Bildschirmauflösung betrug im Textmodus 32 Zeilen á 80 Zeichen, im Grafikmodus 640x480 Punkte bei 16 Farben oder Graustufen, der interne Bildspeicher betrug 640x640 Punkte in 4 Ebenen. Das K8918 kannte fünf Linienarten und vier Linienstärken. Die 16 Farben konnten aus einer Palette von 64 Farben ausgewählt werden.

Als Zubehör konnte an das K8918 ein Grafiktablett K6405 angeschlossen werden.

Offenbar gab es das K8918 in verschiedenen Gehäuseformen.

Platinenbestückung

K-Name Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
K7074.50 ABS Adapter für Bildschirm normale Grafikkarte, nur Text-Modus
K7073 U1 ABG Adapter für Bildschirm, grafisch hochauflösende Grafikkarte, Teil 1
K7073 U2 ABG Adapter für Bildschirm, grafisch hochauflösende Grafikkarte, Teil 2
K7070.50 KGS Kontroller für grafisches Subsystem Subsystem für Grafikkarten, Tastatur- und Tablettanschluss
K5170 KES Kontroller für externe Speicher Subsystem für Floppylaufwerke
K2771.50 ZVE Zentrale Verarbeitungseinheit Prozessoreinheit mit K1810WM86
K3571 OPS Operationsspeicher 256k dynamischer RAM
K8071 ASP Adapter seriell und parallel 1x V24, 1x IFSP, 1x IFSS
K5171 AFS Adapter für Folienspeichereinheiten Floppycontroller
Von diesem seltenen Gerät sind heute nur noch 2 Exemplare bekannt.


Interaktives grafisches Terminal Robotron K8919

(Alias K 8919, K-8919)

Dieser Rechner wurde erstmals auf der Herbstmesse 1989 in Leipzig in der Version K8919.11 vorgestellt.
Er wurde als Gerät für 2D-Grafik entwickelt, das vorzugsweise für den Anschluss an CAD/CAM-Stationen auf Basis von 32-Bit-Rechnern, wie z.B. dem K1840, vorgesehen war. Darüber hinaus bestand die Möglichkeit der Kopplung an elektronische Datenverarbeitungsanlagen der unterschiedlichsten Leistungsklassen der ESER-Technik und sonstige rechentechnische Mittel.


Grafik-Terminal K8919

Technisch basierte das K8919 auf dem Bürocomputer EC1834. Inwendig bestand es aus einem Grafikprozessor, der 8 Bildspeicherebenen zu je 1280x1024 Pixeln verwalten und bearbeiten konnte. Die acht Ebenen konnten einzeln dargestellt (2-Farb-Grafik, als vier virtuelle scrollbare Bildschirme mit max. 1280x1024 Pixeln) oder zusammengefasst werden und ermöglichten somit Grafiken mit max. 256 Farben oder Graustufen auf seinem 20-Zoll-Bildschirm. Als Zubehör konnte an das K8919 ein Grafiktablett K6405 angeschlossen werden.

Die Software des K8919 stellte dem Anwender die wichtigsten grafischen Grundfunktionen, wie Vektoren, Grafiktext, Marker und Paneele zur Verfügung. Darüber hinaus boten die Signalverarbeitung, das Surfacekonzept und die Windowtechnik einen für die damalige Zeit hohen Bedienkomfort.

Die Steuerung und Koordinierung aller Baugruppen und Geräte übernahm der zentrale Masterprozessor. Über zwei integrierte Diskettenlaufwerke konnten Segmente, Bildschirminhalte oder Kommandofolgen gespeichert und geladen werden. Der Anschluss an den Hostrechner erfolgte über V.24- oder IFSS-Schnittstelle. Im Off-Line-Betrieb war auch ein Arbeiten mit eingeschränktem Funktionsumfang möglich. Das Gerät verfügte über einen batteriegestützen CMOS-Speicher, auf dem alle wichtigen Einstellungen und Parameter (z.B. zur Datenübertragung) erhalten blieben. So war der K8919 nach dem Einschalten sofort betriebsbereit. Darüber hinaus konnten Daten auch von Diskette nachgeladen werden.
Mit Hilfe dreier serieller Ports war es möglich periphere Geräte, wie das grafische Tablett K6405, verschiedene Drucker usw. anzuschließen.

Möglicherweise war der K8919 der Nachfolger des K8918. Ob heute noch Geräte existieren, ist nicht bekannt.


Bildschirmterminal Robotron K8924

(Alias K 8924)

Dieser Rechner ist zwar dem Namen nach ein Terminal, stellt aber einen eigenständigen Computer dar.
Die Bezeichnung Terminal kommt wohl daher, dass der K8924 in seiner Funktion als Bankschalter-Rechner seine Daten per Leitung auf einen Großrechner (ESER) weiterleitete.
Klicken Sie hier, um mehr über die Arbeit des K8924 als eigenständiger Rechner zu erfahren.


Bildschirmterminal Robotron K8941

Dieses Terminal wurde 1989 vom Robotron Zella-Mehlis entwickelt und sollte am Computer K1840 eingesetzt werden und dort das Terminal K8911 ablösen.. Äußerlich ist das Terminal zusammen mit der Bildschirmeinheit in das Gehäuse eines K7229.24-Bildschirms eingebaut. Die Zeichendarstellung konnte im Textmodus mit 80x24 oder 132x24 Zeichen erfolgen. Die Kopplung zum K1840 erfolgte über eine V.24-Schnittstelle oder IFSS-Schnittstelle. Als Zubehör konnte ein Drucker angeschlossen werden.


Rückseite des K8941

Prozessorkarte des K8941

Innenleben des K8941

Ob das K8941 in Serie produziert wurde oder ob es lediglich Prototypen gab, ist ungewiss.
Von diesem seltenen Gerät ist heute nur noch 1 Exemplar bekannt. Es befindet sich in den Technischen Sammlungen Dresden


Druckterminal Robotron K8951

Die Bezeichnung dieses Gerätes tauchte 1984 einmal in der Literatur auf. Ob es jemals in Serienfertigung ging, ist aber fraglich. Auch der Aufbau ist unsicher: entweder hatte es die Form einer Schreibmaschine und diente zur Tastatureingabe und Druckausgabe, ähnlich dem Bediendrucker BD4000 oder es war ein automatisches Gerät zum Etabliereren eines Druckers im Netzwerk.

Das K8951 gilt als ausgestorben.


P8000-Terminal

Das P8000-Terminal wurde von EAW entwickelt, im VEB Steremat Berlin (einem Betrieb des Kombinats EAW) produziert und diente als Konsole-Station und Arbeitsstation an den Rechnern P8000 und P8000 compact.
Es arbeitete im Textmodus mit 80x24 Zeichen und ermöglichte den Anschluss von Tastatur und Bildschirm.
Als Bildschirm wurde der der Alpha1 oder der K7229.21 eingesetzt.


P8000-Terminal

Innenansicht des P8000-Terminals

Herstellerschild auf der Verpackung des Terminals

Vom P8000-Terminal gab es 4 Varianten:

P8000 Compact mit Typ-1-Terminal

Typ-2-Terminal

Rückseite des Typ-1-Terminals

Rückseite des Typ-2-Terminals

Der Datenanschluss konnte über V.24 oder IFSS erfolgen. Die gewünschte Interface-Norm wurde bei der GLE-Variante durch Wickelbrücken im Gerät, bei Typ1 und Typ2 durch Verbindungsbrücken im Datenstecker ausgewählt.

Durch Nachrüstung einer optischen Wandlerkarte oder durch Nutzung eines externen Medienwandlers konnte alternativ zur Kupferkabelanbindung auch eine Kopplung per Lichtleitkabel erfolgen.


Rückseite eines optischen P8000-Terminals.

Innenansicht des optischen P8000-Terminals.

Umsetzerplatine von V.24 auf Glasfaser


Bildschirmterminal Robotron PBT4000

Diesem Gerät, das außer als Terminal auch als eigenständiger Rechner benutzt wurde, haben wir eine eigene Seite gewidmet.


Bildschirmterminal IBT4000

Informationen zu diesem Terminal finden sich hier.


Bildschirmterminal UVT4000

(Alias UVT 4000)

Dieses Terminal wurde von der FH Dresden in Zusammenarbeit mit der TU Dresden entwickelt und löste dort am Rechner R4000 die Konsole-Bediendrucker SM4000 und BD4000 ab, um dem Papierverbrauch zu senken. Normalerweise wäre für diese Arbeit das Terminal PBT4000 optimal, aber das war damals nicht lieferbar. Daher entschloss man sich, selbst ein Terminal zu bauen. Die genaue Stückzahl der UVTs ist unbekannt, lag wohl in der Größenordnung 50 Exemplare. Die meisten UVTs wurden innerhalb der TU Dresden eingesetzt, einige wurden aber auch an andere Firmen verkauft.


Terminal UVT4000

Frontansicht des UVT4000

Rückansicht des UVT4000

Geöffnetes Gerät von vorn

Geöffnetes Gerät von hinten

Inwendig befand sich eine Sloteinheit, in die Leiterplatten mit ungenormter Anschlussbelegung gesteckt wurden. Herzstück des Geräts war ein Prozessor U880, der von 2 KByte RAM und 4 KByte ROM (zuzüglich 1 KByte Bildschirmspeicher) begleitet wurde. Durch eine Speichererweiterungskarte konnten nochmals 47 KByte RAM hinzugefügt werden.


Prozessorplatine

48-KByte-RAM-Platine

Als Bildschirm wurde ein Fernbildschreiber FB2010 von RFT eingesetzt, als Tastatur eine K7634 von Robotron Auerbach.

Rückseitig hatte das UVT eine Vielzahl an Anschlüssen: Für die Anwendung in Rechnerkabinetten konnten mehrere UVTs kaskadiert werden, deswegen die jeweils durchgeschleiften Ein- und Ausgänge und dafür auch die kleinen Rundsteckdosen. Per Tastendruck an der Gerätevorderseite konnte jeweils 1 Teilnehmer den Zugriff auf das entsprechende Gerät beantragen, wer zuerst drückte, bekam das Gerät, was auch durch eine Lampe in der Taste angezeigt wurde.

Das UVT enthielt mehrere Programme in den EPROMs, die per Tastendruck auf der Gerätefrontseite ausgewählt werden konnten:

Heute scheinen nur noch zwei Exemplare dieses Geräts zu existieren.


Display-System EC7020

(Alias EC 7020, EC-7020)

Über dieses Gerät, das in Verbindung mit Großrechnern verwendet wurde, liegen leider noch keine Daten vor.


Display-System EC7020



Display-System EC7064

(Alias EC 7064, EC-7064)

Dieses in der Sowjetunion produzierte Terminal wurde zusammen mit ESER-Rechnern eingesetzt und ermöglichte sowohl Ausgaben im Textmodus (35/53 Zeilen) als auch in Grafikmodus.


Display-System EC7906

(Alias EC 7906, EC-7906)

Dieses in der Sowjetunion produzierte Terminal wurde in Verbindung mit ESER-Rechnern benutzt.
Es realisierte im Textmodus eine Ausgabe von 6 oder 12 Zeilen und ermöglichte außerdem den Anschluss für eine Schreibmaschine.


Terminal EC7906



Display-System EC7920

(Alias EC 7920, EC-7920)

Diese von Robotron entwickelte und produzierte Anlage wurde im Zusammenspiel mit dem ESER-Rechner EC1055 benutzt. Sie bestand aus der "Gruppensteuereinheit für Nahanschluss EC7922" bzw. der "Gruppensteuereinheit für Fernanschluss EC7921" und den Bildschirmgeräten EC7927.


Terminal EC7920

Es realisierte eine Textausgabe mit 6 oder 24 Zeilen (letzteres bei 80 Zeichen pro Zeile) und hatte außerdem einen Anschluss für einen Drucker.
Die Übertragungsgeschwindigkeit betrug bei direkter Kopplung 380 KByte/s (3040 kBaud) und bei Modemverbindung zwischen 600 und 4800 kBaud.
Insgesamt konnten 32 Terminals dieses Typs mit dem Großrechner verbunden werden. Das EC7920 wurde in der DDR, in Polen, in Tschechien und in der Sowjetunion produziert.


Bildschirmterminal EC7927

(Alias EC 7927, EC-7927)

Dieses Terminal wurde am Großrechner EC1057 im Display-System EC7920 eingesetzt.


Terminal EC7927

Eine andere Variante des EC7927

Genauere Informationen liegen leider noch nicht vor.


Bildschirmterminal BSS

(BSS=Bildschirmsystem)
Dieses Terminal sollte an den ESER-Großrechnern sowie am R21 die Ablösung der Bedienschreibmaschinen bzw. Bediendrucker bringen und stellt damit vermutlich das erste Terminal der DDR dar. Außer mit der Tastatur konnten die Eingaben auch über einen Lichtstift erfolgen.


Terminal BSS

Die Bildschirmauflösung des BSS betrug 64x16 Zeichen (3,5 x 2,5 mm Zeichengröße). Die Bildschirmausgabe erfolgte in Blöcken von 1024 Zeichen, also jeweils 1 ganze Seite, die Schreibzeit dafür lag bei 65ms.
Rechnerseitig gab es dazu ein an den Multiplex- oder Selektorkanal angeschlossenes Bildschirmgruppensteuergerät, das maximal 16 Bildschirmsteuergeräte bediente, an die jeweils wiederum max. zwei BSS gekoppelt werden konnten. Somit konnten also maximal 32 BSS vom Rechner bedient werden.

Das BSS gilt heute als ausgestorben.


Bildschirmterminal EPG

Dieses grafische Terminal, das auf Vektor-Refresh-Technologie basierte, wurde im CAD-Umfeld eingesetzt. Es verfügte über einen Bildwiederholspeicher von 4000x4000 Punkten und konnten vier Linienarten und drei Linienstärken darstellen. Neben grafischen Ausgaben konnten auch alphanumerische Ausgaben über das Gerät realisiert werden.

Das EPG gilt heute als ausgestorben.


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