Schreibmaschinen

Als Ersatz für die z.T. teuren und schwer beschaffbaren Drucker wurden in der DDR (besonders im Privatbereich) z.T. Schreibmaschinen eingesetzt. Die Industrie kam diesem Trend entgegen, in dem sie die Schreibmaschinen mit einem entsprechenden Interface-Anschluss ausrüstete. Natürlich konnten für diesen Zweck nur Schreibmaschinen verwendet werden, die über ein elektrisches Druckwerk verfügten. In der Regel besaßen die Maschinen bereits einen eingebauten Mini-Rechner, was die Koppelung vereinfachte.


Elektronische Schreibmaschinen

Schreibmaschinenserie Erika S3000

Diese transportablen, elektronischen Typenrad-Kleinschreibmaschinen waren im Heimbereich verbreitet, obwohl der Preis von 2400 Mark bei der S3004, 2700 Mark bei der S3005 und 3200 Mark bei der S3006 damals gewaltige Investitionen darstellte. Hersteller der Maschinen war das Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt, die Produktion begann 1987.

Ein Schwachpunkt der S3000-Entwicklung war das Gehäuse: die Haltezapfen an den Gehäuseklappen neigten zum Abbrechen und erschwerten dann den Transport.

Aus der S3000-Serie existieren heute noch einige Schreibmaschinen, erfreulicherweise auch in funktionsfähigem Zustand.
Derzeit ist vermutlich nur noch 1 Koppelung einer S3004 mit dem KC87 bei einem Hobbykollegen im Einsatz.


Schreibmaschine Erika S3004

(Alias Erika 3004 electronic, S 3000, S-3000, S 3004, S-3004, S 3015, S-3015, S 3016, S-3016, IF 3000, IF 6000)

Die S3004 war das erste und kleinste Modell der S3000-Serie. Sie besaß ein Typenrad-Druckwerk und wurde durch einen Einchipmikrorechner UB8840 gesteuert. Intern verfügte sie über einen Korrekturspeicher von 20 Zeichen. Über ein spezielles Korrekturband konnte die Maschine bei Schreibfehlern geschriebenen Text bei Bedarf wieder unsichtbar machen, um ihn im Anschluss korrekt schreiben zu können.


Schreibmaschine Erika 3004 mit Interfacemodul IF6000

Erika 3004, geöffnet

Erika 3004, geöffnet, Rückseite

Das Papier wurde durch einen Schrittmotor bewegt, der über ein Zahnradgetriebe die Papierwalze drehte. Auf ein Handrad zum Spulen des Papiers hatte der Hersteller bei der S3000 verzichtet, dafür gab es im eingeschalteten Zustand für diesen Zweck zwei elektrische Tasten. Der Druckkopf wurde durch einen Schrittmotor und ein Seil gezogen. Er hatte eine Klappe, in die eine Typenradkassette gesteckt wurde (es gab fünf unterschiedliche Typenräder mit unterschiedlichen Schriftarten). Oben auf dem Druckkopf saß die Farbbandkassette, die entweder als Multistrike oder als Karbonband ausgeführt sein konnte. Seitlich am Druckkopf konnte ein Korrekturband (Lift-Off oder Cover-Up) abgebracht werden. Das Drehen des Typenrades erfolgte über einen Schrittmotor, der Zuschlag des Druckhammers durch einen Elektromagneten. Das Korrekturband wurde bei Bedarf durch einen Motor gespult und vor das Typenrad gehoben.

Mit einem Gewicht von nur 7 kg gehörte die S3004 zu den leichtesten Computerschreibmaschinen der DDR. Die Abmaße betrugen 430*370*130 mm (B*H*T).

Die S3004 konnte auch als Eingabetastatur und als Drucker an Rechnern, bevorzugt Kleincomputern, benutzt werden. Dies erfolgte durch eine mit TTL-Pegeln arbeitende serielle Schnittstelle, die rechts auf einem EFS26-Stecker herausgeführt war, die allerdings nicht dem ASCII-Zeichensatz entsprach. Die maximale Schreibgeschwindigkeit und damit die Druckgeschwindigkeit lag bei 10 Zeichen/Sekunde und war damit erheblich langsamer als bei echten Typenraddruckern.

Für die Kleincomputer KC85/1 und KC87 gab es ein spezielles Schreibmaschinenmodul, das das Druckwerk der Schreibmaschine als Drucker und die Tastatur der Schreibmaschine als Computertastatur schaltete.

Für andere Rechner (z.B. KC85/2, KC85/3, KC85/4, AC1 und PC1715) wurde zur Umsetzung des Pegels, der Rechner-Steuerzeichen und des Zeichensatzes eine Interfacebox IF3000 oder IF6000 in die Leitung zwischengeschaltet. Die Interfacebox stellte ihrerseits einen Mini-Rechner dar, der von EPROM bootete, die Zeichenumsetzung vornahm und über die Schreibmaschine konfiguriert werden konnte.
Die IF3000 realisierte rechnerseitig eine Centronics-Schnittstelle, die IF6000 eine V.24-Schnittstelle.


Interfacemodul IF6000

Innenansicht des IF6000



Schreibmaschine Erika S3005

(S 3005, S-3005, Erika 3005

Die S3005 (produziert ab 1987) basierte auf der S3004 und hatte als Neuerung die Möglichkeit der Ausführung von Mikrozeilenschritten (gegenüber der Halbzeilenschaltung der S3004) und einen vergrößerten Korrekturspeicher von 6,5 KByte.


Schreibmaschine Erika 3005

Gegenüber der S3004 war die S3005 ziemlich selten.


Schreibmaschine Erika S3006

(S 3006, S-3006, Erika 3006

Bei der S3006 (als Nachfolger der S3005 ab 1989 produziert) wuchs der Korrekturspeicher auf 8 KByte, außerdem verfügte sie ein 16-stelliges LCD-Display.


Schreibmaschine Erika 3006

Steuerleiterplatte der Erika 3006

Steuerleiterplatte der Erika 3006

Netzteil der Erika 3006

Netzteil der Erika 3006

Display der Erika 3006

Typenschild der Erika 3006

Gegenüber der S3004 war die S3006 ziemlich selten.


Schreibmaschinen Erika S3015 und Erika S3016

(S 3015, S-3015, Erika 3015, S 3016, S-3016, Erika 3016)

1990 wurde die Schreibmaschine S3015 als Nachfolgemodell der S3004 vorgestellt. Sie verfügte u.a. über Funktionen zum Fettdruck, Unterstreichen und Zentrieren.
Die S3016 war mit einer 16-stelligen LCD-Anzeige ausgestattet, der bei der Korrektur des Textes half.

Ob S3015 oder S3016 bis heute überlebt haben, ist unbekannt.


Schreibmaschine Erika 300 Electronic

(Erika-300, Erika300)

Diese computergesteuerte Reiseschreibmaschine wurde vom Schreibmaschinenwerk Dresden entwickelt und ab 1988 im Buchungsmaschinenwerk produziert. Mit Schließung des Werkes vier Jahre später endete dann auch Produktion der Erika 300.

Das Druckwerk war, wie damals üblich, als Typenraddruckwerk ausgebildet.

Ob bis heute Exemplare überlebt haben, ist unbekannt.


Schreibmaschinenserie S6000

Hierbei handelt es sich um professionelle, computergesteuerte Typenradschreibmaschinen, entwickelt und hergestellt vom Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt. Gegenüber der S3000-Serie boten die S6000-Schreibmaschinen mehr Bedienkomfort, größeren Speicher und höhere Ausgabegeschwindigkeit, allerdings auch größere Abmaße und ein höheres Gewicht.


Schreibmaschine S6001

(Alias S 6001, S-6001)

Diese große Typenrad-Schreibmaschine war 1981 die erste Computerschreibmaschine der DDR, wurde vom Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt produziert und war hauptsächlich im professionellen Einsatz.


Schreibmaschine S6001

S6001, Tastaturabdeckung abgenommen

S6001, Gehäuse abgenommen

S6001, Blick unter die Tastatur: EPROMs und Akkus

S6001, Geräte-Rückseite mit Netztrafo und Kühlkörper

Die Mechanik der Schreibmaschine war die "einheitliche Druckerbaugruppe" vom Büromaschinenwerk Sömmerda, die auch im Drucker SD1152/251 sowie in den Rechnern A5110 und A5130 verwendet wurde. Als Farbband wurden wahlweise Textilbänder (multistrike) oder Karbonbänder (monostrike oder multistrike) eingesetzt.
Herz des Geräts war eine riesige Rechnerleiterplatte, die den Prozessor U880 sowie Programm- und Datenspeicher enthielt. Eine weitere Leiterplatte enthielt die Ansteuerung der Sensoren und Motoren, eine dritte Leiterplatte die Steuerung der Anzeigen. Von der S6001 gab es zwei Varianten, die sich in den benutzten Platinen unterschieden: bei der älteren Variante waren die Stütz-Akkus auf einer separaten Platine untergebracht, bei der neueren Variante waren die Akkus in die Rechnerplatine integriert.
Gespeist wurde alles aus einem Netzteil mit Eisenkerntrafo, was der Maschine letztendlich ein Gewicht von 25 kg und eine Leistungsaufnahme von 170W verlieh. Mit 640 x540 mm Grundfläche war sie sicher auch die größte Schreibmaschine der DDR, wobei eine ziemliche Ähnlichkeit mit dem noch größeren Rechner A5110 bestand.

Der Zeichenvorrat der S6001 war, bedingt durch das eingesetzte Typenrad, auf 96 Zeichen (1/10" oder 1/12" Festbreitenschrift oder Proportionalschrift) begrenzt. Der Schriftstil konnte bei Bedarf durch Wechseln des Typenrades geändert werden, außerdem konnten gewisse Formatierungen (Fettschrift, Schattenschrift, Unterstrichen, Sperrschrift, Schmalschrift) beim Schreiben per Tastendruck ausgelöst werden. Mit Hilfe eines eingebauten Korrekturbandes konnte die Maschine bei Schreibfehlern unter Nutzung des Speichers Text auch wieder vom Papier entfernen und anschließend neu schreiben.

Die Maschine zeigte über Leuchtdioden ihren Betriebszustand an, außerdem verfügte sie über eine 6-stellige Siebensegmentanzeige zur Ausgabe von Fehlern oder der Schreibposition.

Während des Schreibens wurde der Text im internen RAM (Kapazität 4 KByte, also ca. 2 Seiten) eingespeichert. Diese Speicherung konnte beliebig oft abgerufen (Druckgeschwindigkeit maximal 30 Zeichen/s) und auch korrigiert werden. Außerdem verfügte die Maschine über drei Textblockspeicher, in denen häufig benutzte Festtexte abgelegt werden konnten. Über Akkus konnte der Speicherinhalt auch im ausgeschalteten Zustand einige Tage gehalten werden. Die S6001 konnte auch einen Festtext mit variablen Anteilen verarbeiten, was beispielsweise bei der Erstellung von Serienbriefen Anwendung fand.

Bei der Nutzung als herkömmliche Schreibmaschine ließ die S6001 keine Wünsche offen:
Die S6001 verfügte über einen universellen Erweiterungsport: An ihn konnte über entsprechende Adapter Lochbandgeräte und Magnetkassettengeräte angeschlossen werden. Auch ein Hochladen von Software war auf diese Art möglich, es gab z.B. eine Taschenrechnersoftware.

Ein Schwachpunkt der Konstruktion waren die verwendeten Gummifüße, die im Laufe der Zeit zerkrümelten oder sich verflüssigten. Die Beherrschung der vielen (nicht immer intuitiven) Funktionen dieser Maschine wird damals sicher eine große Herausforderung für die Maschinenschreiberinnen gewesen sein. Bei seltener Benutzung der Maschine sicherlich auch ein Problem.

Der Preis der S6001 lag anfangs bei 12.702 Mark, wahrscheinlich der Rekordpreis für eine DDR-Schreibmaschine.

Generell ist die S6001 heute selten: Es ist derzeit nur noch zwei funktionsfähige Exemplare bekannt. Heute scheint es keine vorführbaren Rechnerkoppelungen mit einer S6001 mehr zu geben.


Schreibmaschine Erika S6005 / Robotron S6005

(Alias S 6005, S-6005, Erika 6005, Erika6005)

Die "Erika electronic portable S6005" wurde im Buchungsmaschinenwerk entwickelt und produziert und gehörte zur Gattung der elektronischen Kompaktschreibmaschinen. Gegenüber dem Vorgängermodell hatte sie leichter wechselbare Typenräder (mit 100 Zeichen) und war als transportables Gerät ausgeführt. Neu war die Verwendung eines Linearmotors zum Kopfschlittenantrieb anstelle des sonst üblichen Seilzugantriebs.
Sie arbeitete mit Karbon-Farbbändern und Multistrike-Farbbändern in Kassettenform. Die Einstellungen (Ränder, Anschlagstärke, ...) blieben auch beim Ausschalten erhalten. Herzstück der Computersteuerung war ein Mikroprozessor U880. Die Speichergröße war gegenüber der S6001 allerdings ein heftiger Rückschritt.


Schreibmaschine Erika 6005

Weitere Eigenschaften dieser Schreibmaschine waren: Von der S6005 hatte es sowohl Exemplare ohne also auch welche mit Computerschnittstelle (die nur eine Herausführung der Tastaturmatrix und der Betriebsspannung darstellte) gegeben. Die eigentliche Schnittstelle wurde durch ein externes Steckmodul realisiert, das rechnerseitig eine V.24-Schnittselle abbildete. Die Druckgeschwindigkeit lag bei 12 Zeichen/s, also nur wenig über der der S3000-Serie.

Die Abmessungen der S6005 betrugen (BxHxT) 468x135x418 mm, das Gewicht wurde mit 11,5 kg angegeben.

Die S6005 wurde auch in die Bundesrepublik u.a. mit den Namen "Präsident 6005" und "Privileg electronic 2300" exportiert.
Der Preis der Maschine lag 1988 bei 2500 Mark.
Von der S6005 sind heute noch vier Exemplare bekannt.


Schreibmaschine Erika S6006 / S6006

(Alias S 6006, S-6006, Erika 6006, Erika6006)

Diese ab 1987 im Buchungsmaschinenwerk in Chemnitz produzierte professionelle elektronische Kompaktschreibmaschine lehnte sich stark an das Vorgängermodell die S6005 an und wurde außer als autonomes Gerät auch als Drucker an Kleincomputern und am Bildungscomputer A5105 eingesetzt.
Von der S6006 gab es mindesten zwei Bauformen: mit schwarzen Tasten und Skala an der Gerätevorderseite sowie mit weißen Tasten und Skala auf der Geräteoberseite.


Schreibmaschine Erika 6006 in der alten Bauform

Schreibmaschine Erika 6006 in der neuen Bauform

Druckkopf der Erika 6006

Druckkopf der Erika 6006
Druckgeräusch

Die Rechnerschnittstelle war bei der S6006 gegenüber dem Vorgängermodell stark erweitert: Neben dem von dem S6005 bekannten Tastaturmatrixanschluss wurden jetzt auch zusätzlich der Adress- und Datenbus des Prozessors sowie einige weitere Signale zur Verfügung gestellt. Damit war es auch möglich, externe Speichermodule (Textblockspeicher) im Form von Steckeinheiten einzusetzen.
Ein einsteckbares Interfacemodul bildete eine V.24-Schnittstelle oder Commodore-Schnittstelle, die dann direkt an den Rechner angeschlossen werden konnte. Auch der Textspeicher hatte sich gegenüber der S6005 vergrößert und betrug jetzt 397 Zeichen. Durch ein Steckmodul konnte dieser Speicher bei Bedarf um weitere 8 KByte vergrößert werden.

Der Kopfantrieb der S6006 erfolgte wie bei der S6005 durch einen Linearmotor.

Der Preis der S6006 lag anfangs bei 3270 Mark, später (1989) bei 2499 Mark. Eine alternative Beschriftung auf dem Gehäuse war "Erika Electronic".

Heute ist noch 1 funktionsfähige Installation einer S6006 am Computer A5105 bekannt.


Schreibmaschine S6007

(Alias S 6007, S-6007, Erika 6007, Erika6007)

Die Schreibmaschine S6007 stellt einer Weiterentwicklung der S6006 dar und wurde 1989 der Öffentlichkeit präsentiert. Sie verfügte über einen Speicher von 4400 Zeichen und konnte per Steckmodul mit einer V.24-Schnittselle, Centronics-Schnittstelle oder einer Commodore-Schnittstelle ausgerüstet werden.


Schreibmaschine S6007

Die S6007 wurde auch in die Bundesrepublik mit geändertem Gehäuse unter dem Namen "Sigma SM8500" exportiert.

Von der S6007 ist heute nur noch 1 Exemplar bekannt.


Schreibmaschine Erika S6009

(Alias S 6009, S-6009, Erika 6009, Erika6009)

Diese Schreibmaschine (mit der Beschriftung "Erika Compact") arbeitete elektronisch auf Basis eines Typenraddruckwerks und konnte auch am Computer als Drucker verwendet werden.


Schreibmaschine S6009

Rückansicht der S6009

Die Bezeichnung "Compact" sollte man nicht zu wörtlich nehmen: diese Schreibmaschine gehört vom Gewicht und von den Abmaßen her eher zu den großen Geräten ihrer Gattung.


Schreibmaschine S6010

(Alias S 6010, S-6010, Erika 6010, Erika6010)

Diese Schreibmaschine wurde ab 1983 im Optima Büromaschinenwerk produziert.


Schreibmaschine S6010

Äußerlicher Unterschied zum Nachfolgemodell S6011 ist das Fehlen der 8-stelligen Anzeige.
Die S6010 konnte auch als Drucker an Computern verwendet werden.


Schreibmaschine S6011

(Alias S 6011, S-6011, Erika 6011, Erika6011)

Diese professionelle elektronische Typenrad-Schreibmaschine war 1983 der Nachfolger der S6001. Hersteller war das Optima Büromaschinenwerk Erfurt.
Da die Miniaturisierung der Elektronik mittlerweile fortgeschritten war, konnte die Rechnerleiterplatte stehend an der Rückseite der Schreibmaschine eingebaut werden, statt liegend unter der Schreibmaschine wie bei der S6001.


Schreibmaschine S6011

Schreibmaschine S6011, Deckel aufgeklappt

S6011 mit schwarzem Gehäuse

Druckkopf der S6011

Rückseite S6011

Elektronikplatine der S6011

S6011, Gehäuse abgenommen

Der Preis der S6011 lag bei 4802 Mark.

Von der S6011 ist heute noch der Verbleib 1 Exemplars bekannt.


Schreibmaschine S6120

(Alias S 6120, S-6120)

Diese 1986 vom Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt produzierte Schreibmaschine stellt das Bindeglied zwischen der S6001 und der S6130 dar. Nähere Informationen liegen bisher nicht vor. Wahrscheinlich war sie funktionell mit der S6130 identisch, besaß aber keinen Druckeranschluss.


Schreibmaschine S6120

S6120, geöffnet

Druckkopf der S6120

Der Preis der S6120 lag bei 3345 Mark.


Schreibmaschine S6125

(Alias S 6125, S-6125)

Diese Schreibmaschine wurde ab 1986 vom Optima Büromaschinenwerk produzierte. Mechanisch scheint sie mit dem Nachfolgemodell S6130 identisch zu sein, hat aber ein nur 8-stelliges Display.


Schreibmaschine S6125

Von der S6125 ist heute nur noch 1 Exemplar bekannt.


Schreibmaschine S6130

(Alias S 6130, S-6130)

Diese Typenradschreibmaschine, hergestellt ab 1986 vom Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt, gehörte funktionsmäßig zu den Spitzenmodellen, wurde im professionellen Umfeld eingesetzt und stellte Höhepunkt und Ende ihrer Serie dar. Sie verfügte über ein 12-stelliges Display, eine V.24-Schnittstelle (Anschluss über einen 25-poligen SubD-Stecker) und eine fünfpolige Diodenbuchse zum Auslagern und Rückspielen von Texten auf/von Magnetkassette.

Die maximal verarbeitbare Papiergröße war DIN A3. Die Abmaße der S6130 lagen bei 582*190*555 mm (B*H*T) bei einem Gewicht von 16 kg.


Schreibmaschine S6130

Rückseite der S6130 mit Rechnerschnittstelle

S6130, Draufsicht

S6130, geöffnet

Als Koppelpartner kamen z.B. Bürocomputer, wie A5120 und K8924 oder PC715 in Frage.
Eine Verwendung der Schreibmaschine als Eingabemedium (Tastatur) war bei den Bürocomputern nicht notwendig.

Der Preis der S6130 lag anfangs bei 5145 Mark, bis Ende 1989 sank er auf 4003 Mark.

Derzeit gibt es wahrscheinlich nur noch 1 vorführbare Rechnerkoppelung mit der S6130.


Schreibmaschine S6140

(Alias S 6140, S-6140)

Über diese Schreibmaschine liegen leider noch keine Informationen vor. Sie existierte zwar als Messemuster, wurde aber wahrscheinlich nicht in Serie produziert.


Schreibmaschine S6140

Schreibmaschine S6140

Augenscheinlich hatte die S6140 gegenüber der S6130 ein größeres Display. Ob ein Exemplar überlebt hat, ist unbekannt.


FutureType 2000

Noch einen Schritt weiter ging das Textverarbeitungssystem FutureType 2000.
Es wurde mit einer Schreibmaschine S3000 sowie einem Bildschirm gekoppelt und benötigte überhaupt keinen Computer.

Nähere Informationen dazu gibt es auf einer eigenen Seite.


Robotron 1711

Der Fakturierautomat 1711 konnte auch als herkömmliche, elektrische Schreibmaschine benutzt werden.


Bediendrucker BD4000

Der BD4000 besaß einen Offline-Modus, in dem er auch als herkömmliche Schreibmaschine benutzt werden.


Elektromechanische Schreibmaschinen

Diese Schreibmaschinen besaßen als Antrieb einen Elektromotor, der den Papierwagen zurückzog und die Typenhebel anschlug. Beim Papierwagen wurde die notwendige Kraft des Bedieners für diese sonst manuelle Handlung eingespart. Bei den Typenhebeln sorgte der Motor für einen gleichmäßigen Anschlag der Typen (bei manuellen Schreibmaschinen war die Anschlagkraft von der Lage auf der Tastatur und vom benutzten Finger abhängig) und reduzierte erheblich die Belastung der Finger beim Schreiben. Elektrische Schreibmaschinen eigneten sich besonders zur Erstellung mehrerer Durchschläge und zur Herstellung der Originale für nachfolgende Kopiervorgänge.

Ohne Strom konnte eine elektrische Schreibmaschinen nicht arbeiten. Der Elektromotor stellte einen nicht unerheblichen Gewichtszuwachs dar, weshalb elektrische Schreibmaschinen nur für den stationären Einsatz gebaut wurden.

Die erste deutsche Elektroschreibmaschine war die Elektra von Mercedes, die 1914 auf den Markt kam. Ab Anfang der 1980er Jahre wurden die elektrischen Schreibmaschinen in der DDR zunehmend von Computerschreibmaschinen verdrängt, viele Exemplare waren aber noch bis zum Ende der DDR in Einsatz.


Schreibmaschine Optima Electric M100

(Alias Optima100, daro M100, daro 100)

Diese elektrische Schreibmaschine wurde ab 1967 vom Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt produziert und war vermutlich der Einstieg des Herstellers in die Klasse der elektrischen Schreibmaschinen. Man versprach sich durch den Wegfall der mechanischen Fingerbelastung eine höhere Schreibgeschwindigkeit und eine geringere Ermüdung der Bediener, außerdem ermöglichten sie Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 900 Zeichen pro Minute. Das Innenleben der Maschine basierte auf einer Lizenz der Firma Olivetti, wahrscheinlich des Modells "Olivetti 84".


Schreibmaschine Optima Electric

Oberseite ohne Gehäuse

Unterseite ohne Gehäuse

Die Maschine wurde von einem Elektromotor (Außenläufermotor) angetrieben, der über Zahnriemen eine Zahnwalze antrieb. Jede Taste hielt eine federgespannte Klinke in der Nähe der Zahnwalze verrastet. Wurde die Taste gedrückt, sauste die Klinke durch den Federzug in die Zahnwalze, wurde von dieser mitgerissen, schleuderte damit den Typenhebel nach hinten, stieß gegen einen einstellbaren Anschlag, verließ dadurch die Zahnwalze und verriegelte sich wieder. Zum rechtsbündigen Schreiben von Zahlen in Tabellen hatte die Maschine neun Tabulatortasten, mit denen die Stellenanzahl vorauszuwählen war. Die Tabstops dazu konnten im Vorfeld in beliebiger Anzahl und Position gesetzt werden.

Bei der "Electric" konnte das Farbband in vier Höhen umgeschaltet werden, was entweder für mehrere Farben oder für eine größere Lebensdauer des Farbbandes genutzt wurden. Eine Stellung arbeitete ganz ohne Farbband (z.B. zum Bedrucken von Matrizen für Umdruckkopierer). Die Anschlagstärke war mit Hilfe eines auf der Unterseite befindlichen Hebels sieben Stufen verstellbar (um Typenhebel und Farbband abhängig von der Papierdicke schonen zu können), der Papiervorschub war einstellbar mit einem auf dem Wagen befindlichen Hebel in fünf Stufen. Auf Kundenwunsch wurde die Maschine mit 33-cm-Wagen oder mit 47-cm-Wagen geliefert. Auf der rechten Seite des Schreibwagens konnte ein Hebel gezogen werden, der alle Papierfixierungen öffnete und damit ein schnelles Einlegen des Blattes ermöglichte. Auf dem Papierwagen befanden sich zwei ausklappbare Papierhalter.

Die Leertaste reagierte beim leichten Drücken einmalig, bei stärkerem Drücken wiederholend. Es schien auch Exemplare gegeben zu haben, bei denen die Tasten -, _, ., x und = eine automatische Wiederholfunktion hatten, um sie für Unterstreichungszwecke nutzen zu können.

Anstelle einer Schmelzsicherung war in der M100 ein Thermo-Bimetallrelais verbaut, das sich bei zu hohem Stromfluss öffnete und nach Abkühlen durch Drücken des Knopfes an der hinteren Unterseite der Maschine wieder eingerastet werden konnte.

Die Maschine macht inwendig einen durchdachten und übersichtlichen Eindruck. Allerdings ist das Gehäuse unschön zwiebelschalenartig aufgebaut und damit im Servicefall nur mühsam zu öffnen.


Bild von der Produktion der Maschine

Von der Optima Electric gibt es heute noch einige Exemplare. Ein funktionsfähiges befindet sich im Rechenwerk Halle.


Schreibmaschine Optima 140

(Alias Optima140, daro140, daro 140)

Diese Maschine entsprach weitgehend der M100, war aber mit einem maschinenlesbaren Schriftsatz (OCR-A bzw OCR-B) ausgerüstet. Sie konnte damit als Datenerfassungsmaschine für nachfolgende Verarbeitung auf EDV-Anlagen mit Hilfe eines Beleglesers dienen.


Schreibmaschine daro140

Die Optima 140 gilt heute als ausgestorben.


Schreibmaschine Optima 200

(Alias Optima200, daro200, daro 200)

Über diese ab 1973 vom Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt produzierte Maschine liegen noch keine Informationen vor. Sie war wahrscheinlich die Weiterentwicklung der Optima 100.


Schreibmaschine daro200

Schreibmaschine daro 200


Schreibmaschine Optima 202

(Alias Optima202, daro202, daro 202)

Diese elektrische Schreibmaschine auf Typenkorb-Basis war die Weiterentwicklung der Optima 200, hergestellt ab 1976 vom Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt.


Schreibmaschine daro202

Rückansicht der daro 202

Schreibmaschine Robotron 202

Die Optima 202 wurde nach der Fusion von Zentronik mit Robotron unter dem Namen "Robotron 202" weiter produziert.


Schreibmaschine Optima 204

(Alias Optima204, daro204, daro 204)

Diese elektrische Schreibmaschine von Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt lehnte sich an der Optima 202 an, besaß aber eine arabische Tastatur und einen Schreibwagen, der das Schreiben von rechts nach links ermöglichte.


Schreibmaschine daro204



Schreibmaschine SE4

(Alias SE 4)

Diese Maschine wurde von 1951 bis 1958 vom Mercedes-Werk in Zella-Mehlis gebaut. Sie basierte auf der 1914 von Carl Schlüns entwickelten Schreibmaschine "Mercedes Elektra", die immer weiter verbessert und dem Geschmack der Zeit angepasst wurde. "SE" stand für "Schreiben Elektrisch".


Schreibmaschine SE4

Schreibmaschine SE4

Mit der Klappe vor den Typenhebeln hatte man vermutlich eine gute Geräuschdämpfung erreicht, bei manchmal verfitzten Typenhebeln war dies hingegen vermutlich eher hinderlich.

Nahe Verwandte der SE4 waren die SE4L und die Addelektra-Buchungsmaschinen.

Auch wenn die Elektra-Schreibmaschinenserie fortschrittlich und ausgesprochen komfortabel war, machte Sie mit knapp über 10.000 Exemplaren gerade mal 5% der Schreibmaschinenproduktion des Herstellers aus, der mit seinen nicht-elektrischen Schreibmaschinen viel mehr Erfolg hatte.
Von der SE4 haben bis heute mindestens 2 Exemplare überlebt.


Schreibmaschine SE4L

(SE 4 L, SE 4L, SE-4L)

Von der SE4 wurde ab 1957 eine Variante mit eingebautem Lochbandstanzer namens SE4L gebaut. Verarbeitet wurde 5-spuriges Lochband, kodiert entweder im Fernschreibalphabet 2 (Offline-Erstellung von Fernschreiben, die dann im Nachgang zu tariflich günstigen Zeiten mit hohen Tempo mit einem Fernschreiber abgeschickt wurden) oder im R300-Code (zur Weiterverarbeitung auf den Computern R300 und SER2).


Schreibmaschine SE4L

Die Abwickelspule befand sich senkrecht an der Geräterückseite. Die Ansteuerung des Stanzwerks erfolgte über mechanische Kodierschienen, die mit der Anschlagmechanik der Tasten gekoppelt waren.


Schreibmaschine SE4L mit kyrillischer Tastatur

Rückseite der SE4L

Im Jahr 1959 stellte der Hersteller eine Kopplung der SE4L mit einer Rechenmaschine R43SM als eine Art Buchungsmaschine vor. Für dieses System Offenbar fand sich aber kein Absatz, daraufhin wurde die Serienfertigung der Kombination abgebrochen.

Die SE4L war schon damals selten und wurde 1958 durch die SE5L abgelöst.
Bis heute scheint nur das Fragment einer SE4L überlebt zu haben. Es befindet sich im Museum Zella-Mehlis.


Schreibmaschine SE5

(SE 5)

Diese Schreibmaschine wurde von 1958 bis 1964 bei Rechenelektronik Meiningen/Zella-Mehlis) gebaut. Sie war die wohl komfortabelste mechanische Schreibmaschine der DDR, dank platzsparender Bauweise auch äußerlich sehr kompakt. Die SE5 war Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der Entwicklung elektromechanischer Schreibmaschinen in Zella-Mehlis. Vom Vorgängermodell SE4 unterschied sich die SE5 äußerlich durch ein anderes Gehäusedesign, in seiner rundlich-abgeflachten Form dem Geschmack der Zeit folgend. Es gab später auch eine Variante im nochmals modernisiertem, nun wieder eckigerem Gehäuse. Inwendig scheint die SE5 gegenüber der SE4 eine Neuentwicklung gewesen zu sein. Im Gegensatz noch mit "Mercedes" als Hersteller beschriften SE4 trugen die meisten SE5 das neue Warenzeichen "Cellatron".


Schreibmaschine SE5 mit Aufschrift Mercedes

Schreibmaschine SE5 mit Aufschrift Cellatron

An Sonderfunktionen bot sie SE5: Auch wenn die SE5 äußerlich nicht sehr groß war, kam sie durch die vielen Funktionen auf ein erhebliches Gewicht: bis zu 28 kg.

Die SE5 wurde von einem Wechselstrommotor (in Steinmetzschaltung) angetrieben und konnte wahlweise an 110V- oder 220V-Netzen eingesetzt werden. Über einen Riementrieb oder ein Zahnradgetriebe wurde die Motordrehzahl zur Hauptwelle herabgesetzt. Mit einem an der Seite befindlichem Zahnriemen wurde im vorderen Teil der Maschine eine Sägezahnwalze angetrieben, in die die gedrückten Tasten einhakten und von der die Tastenmechanik ein Stück mitgerissen wurde, bis die Type dann auf das Papier schlug. Auf der Hauptwelle saßen Klauenkupplungen für die Ausführung von Leerschritt, Tabsprung, Zeilenvorschub, Wagenrücklauf und Großkleinumschaltung. Das Farbband wurde von der Wagenbewegung abgetrieben, die Umschaltung der Farbbandrichtung erfolgte in Abhängigkeit von der Dicke des Farbbandwickels, ausgelöst durch den Anschlagimpuls der Typenhebel.


Innenleben der SE5, Blick von rechts

Innenleben der SE5, Blick von hinten

Zwischengetriebe am Motor der SE5

Es gab von der SE5 auch Varianten, die weniger Tasten besaßen, so konnten z.B. fehlen:


Sondervariante der SE5 mit breitem Wagen,
blauem Gehäuse und Aufschrift Robotron

Tastatur dieser Maschine


Eine Variante der SE5 wurde als Bedienschreibmaschine (SE5A) für die Computer SER2 und R100 benutzt. Eine weitere Variante der SE5 war als Schreibwerk in den Datenerfassungsgeräten C8031 und C8033 eingebaut. Von der SE5 existierte auch eine Variante mit eingebautem Lochbandstanzer namens SE5L.

Das DDR-Konkurrenzprodukt der SE5 war die Soemtron 522, die ebenfalls als Konsolemaschine benutzt wurde und bei der Datenausgabe noch schneller war (10 Zeichen/Sekunde gegenüber 5 Zeichen/Sekunde bei der SE5). In der Vergangenheit gab es jährliche Wettbewerbe im Schnellschreiben, die die Schreibmaschinenhersteller als Werbung für ihre Produkten nutzten. 1961 gewann eine Frau diesen Wettbewerb auf einer SE5.

Technische Schwachstelle der SE5 waren die Polyurethan-Zahnriemen, die im Laufe der Zeit zerfielen und für die es keinen modernen Ersatz gibt. Die Mechanik für den Wagenrücklauf war etwas schwach ausgelegt, sodass es zu Abnutzungserscheinungen in deren Lagern kam. Außerdem neigte die Mechanik der Tabstoppsetzung aufgrund zu schwachen Materials zum Abbrechen.

Von der SE5 existieren heute noch mehrere Exemplare. Eins befindet sich im Rechenwerk Halle.


Schreibmaschine SE5A

(SE 5 A, SE 5A, SE-5A, SE5 A)

Die SE5A war eine Sonderversion der SE5, speziell für den Einsatz als Konsolemaschine an den Computern SER2 und R100. Da diese Computer ausschließlich mit numerischen Werten arbeiteten, wurden bei der Konsolemaschine auch nur diese Tasten automatisiert (Druckgeschwindigkeit max. 5 Zeichen pro Sekunde). Darüber hinaus konnte die SE5A auch auch normale Büroschreibmaschine benutzt werden.


Schreibwerk SE5A

SE5A, Gehäuse abgenommen

SE5A-Schreibwerk

SE5A-Schreibwerk, Blick von rechts

SE5A-Schreibwerk, Blick von links hinten

Beim SER2 wurde das Schreibwerk in die Tischplatte zwischen den beiden Rechnerschränkchen gehängt, beim R100 stand sie auf einem separaten Tisch.

Gegenüber der SE5 hatte die SE5A einige Unterschiede:


SE5A-Tastatur, darüber die Auslösemagnete

SE5A-Unterseite mit den Kontakten

Eine weitere Sondervariante der SE5 waren die Schreibwerke der Datenerfassungsgeräte C8031 und C8033.

Da die zugehörigen Computer nur in geringer Stückzahl gebaut wurden, war der SE5A keine große Zukunft beschieden: nach nur 800 Exemplaren wurde die Produktion wieder eingestellt.
Von der SE5A haben mindestens zwei Exemplare bis heute überlebt: Sie befinden sich in den Museen in Zella-Mehlis und Naunhof.


Schreibmaschine SE5L bzw. C8008

(SE 5 L, SE 5L, SE-5L, C 8008, C-8008)

Von der Schreibmaschine SE5 gab es eine Sondervariante mit an der Seite angeflanschtem Lochbandstanzer namens SE5L.


Schreibmaschine SE5L im runden Gehäuse

Schreibmaschine SE5L im eckigen Gehäuse

Die Mechanik entsprach weitgehend der SE5. Unterschiede waren:

Stanzer der SE5L

Unterseite der SE5L, Gehäuse und Abwickler entfernt

Schreibmechanik der SE5L

Stanzmechanik der SE5L

Schreibmechanik der SE5L, Blick von rechts

Schreibmechanik der SE5L, Blick von links

Das Stanzwerk unterschied sich stark von dem des Vorgängermodells SE4L, lehnte sich stattdessen konstruktiv an das des C8024 an. Die Abwickelspule wurde von der Geräterückseite in den Gerätefuß verlegt, herausziehbar über eine Art Schublade.

Von der SE5L gab es zwei Varianten: Die DEG-Variante verarbeitete 8-spuriges Lochband und kodierte es im R300-Code. Ziel dar die Weiterverarbeitung der Lochbänder in den Computern R300, SER2 und C8205. Eine Umschaltung der drückbaren Tasten benötigte man bei dieser Version nicht.

Die Fernschreibvariante verarbeitete 5-spuriges Lochband und kodierte es im Fernschreibalphabet 2. Ziel war die Offline-Erstellung von Telegrammen, die dann im Nachgang zu tariflich günstigen Zeiten mit hohen Tempo mit einem Fernschreiber abgeschickt wurden. War der Stanzer per Hebel abgeschaltet, konnten alle Tasten gedrückt werden (Nutzung als Büroschreibmaschine). War der Stanzer eingeschaltet, konnten bei der Fernschreibvariante entweder die Zifferntasten oder die Buchstabentasten gedrückt werden (Sonderzeichentasten gingen in dieser Betriebsart gar nicht). Die Umschaltung zwischen beiden erfolgte durch die Tasten Bu (Buchstaben) und Zi (Ziffern), die ihrerseits auch mit gestanzt wurden.


Rückseite einer SE5L, mit Programmierschiene
und Abtastvorrichtung im Gehäusebuckel.

Die Stanznadeln wurden über mechanische Kodierschienen gesteuert, die mit den Typenhebeln gekoppelt waren. Über eine motorgetriebene, permanent laufende Nockenwelle wurden dann die Stößel von unten durch das Lochband gedrückt. Die Vorratsrolle für das Lochband befand sich in einem Schubkasten unter der Schreibmaschine, ein weiterer Schubkasten an der Seite nahm das entstehende Lochbandkonfetti auf. An Bedienelementen gab es einen Hebel, mit dem das Stanzen ein- und ausgeschaltet werden konnte, außerdem das Stanzen von Leerband (Vorschub). Ein weiterer Hebel ermöglichte bei Tippfehlern das zeichenweise Zurücksetzen des Lochbandes, um das fehlerhafte Zeichen ungültig machen zu können. Die Drehachse an der Seite gestattetet das Vorspulen des Bandes auch bei ausgeschalteter Maschine.

Da die SE5L vorwiegend Tabellen ausfüllen sollte, wurde auf ihr der breite Schreibwagen montiert, der auch am DEG zum Einsatz kam. Auf den Papiereinwerfer hatte man dafür verzichtet.

Die SE5L wurde in zwei unterschiedlichen Gehäusen angeboten. Ob dran noch weitere Unterschiede geknüpft waren, ist unbekannt.

Anfang der 1970er Jahre endete die Produktion der SE5L. Bis heute haben nur wenige Exemplare überlebt: Eins befindet sich im Rechenwerk Halle, zwei im Museum Zella-Mehlis.


Schreibmaschine S2020

(Alias S 2020, S-2020)

Diese Schreibmaschine wurde ab 1983 vom Buchungsmaschinenwerk in Chemnitz hergestellt. Es handelte es sich um eine Typenkorb-Schreibmaschine, bei der Anschlag und Zeilenvorschub durch einen Motor realisiert wurden. Sie besaß ansonsten keine Elektronik und konnte somit auch nicht mit einem Computer gekoppelt werden oder erweitert werden.


Frühe Variante der S2020

Serienvariante der S2020

S2020 in ungewöhnlichem Gehäuse
Evtl. Exportvariante

Die S2020 basierte auf einer Lizenz der italienischen Firma Olivetti, genau gesagt dem Modell "Lettera 36". Unterschiede zu Lettera bestanden in: Auffällig an der S2020 war das im Vergleich zu anderen elektrischen DDR-Schreibmaschinen niedrige Gewicht.


Innenleben der S2020

Innenleben der S2020

Innenleben der S2020

Innenleben der S2020

Typenschild der S2020

Der Preis einer solchen Maschine betrug 1125 Mark im Jahr 1988.

Heute existieren noch einige S2020, eine funktionsfähige befindet sich im Rechenwerk Halle.


Schreibmaschine GS bzw. GSE bzw. Soemtron 520

Die GSE wurde nach dem 2. Weltkrieg im Büromaschinenwerk Sömmerda als motorgetriebene Großschreibmaschine, die alle Anforderungen an eine damalige professionelle Arbeitsweise erfüllte, entwickelt und von 1954 bis 1977 in Serie produziert.


Schreibmaschine GSE

Die Maschine besaß einen Einwerferhebel, mit dem das Papier mit 1 Handbewegung eingezogen werden konnte, einen Dezimaltabulator, Farbbandlageverstellung und Anschlagstärkeeinstellung. Für die Sömmerdaer Maschinen war typisch, die Taste für die Umschaltung auf Großbuchstaben auf der rechten Seite zu haben und die Taste für die Umschaltung auf Kleinbuchstaben auf der linken Seite der Tastatur.

Werksintern wurde die GSE vermutlich auch unter der Bezeichnung "522" geführt, genauso wie ihr Nachfolgemodell.

Die GSE konnte mit Elektromagneten und Kontakten an den numerischen Tasten ausgerüstet werden und so als Konsole an größeren elektronischen Maschinen arbeiten, beispielsweise an der Fakturiermaschine FME.

Heute existieren nur noch wenige Exemplare der GSE.


Schreibmaschine Soemtron 522

Die Schreibmaschine 522 wurde als Nachfolger der GSE im Büromaschinenwerk Sömmerda entwickelt und gebaut und übernahm damit die Position des Hersteller-Spitzenmodells. Äußerlich besaß sie gegenüber dem Vorgängermodell ein modernisiertes, eckiges Gehäuse und eine andere Tastenanordnung. Auffällig an dieser Maschine war das hohe Gewicht, bedingt durch das komplizierte Innenleben.


Schreibmaschine 522

Schreibmaschine 522

Innenansicht der 522 (Antrieb)

Innenansicht der 522 (Schreibschloss)

Innenansicht der 522 (Unterseite)

Das Farbband war dreifach umschaltbar (schwarz, rot und ohne. Letzteres zur Erstellung von Kopiermatrizen). Einstellbare Anschlagstärke, einstellbarer Zeilenabstand und Papierschnelleinzug durch Ziehen eines Hebels waren Kennzeichen der Oberklasse der Schreibmaschinen. Das typische Glöckchen zur Signalisierung des Zeilenendes war vorhanden, ebenso ein mechanischer Setztabulator. Die Maschine besaß eine Sperrschrifttaste, mit der zur Text-Hervorhebung einzelner Wörter der Abstand zwischen den Buchstaben vergrößert werden konnte. Die durch einen Magnet gehaltene Einschaltung des Stroms weist darauf hin, dass eine automatische Ausschaltung bei längerer Nichtbenutzung geplant war.

Der Wagenrücklauf wurde mechanisch durch die entsprechende Taste ausgelöst. Dabei wurde eine Klauenkupplung in die Hauptwelle eingekuppelt, die 1 Umdrehung mitlief, über einen Nocken die Wagenrücklaufkupplung (Rutschkupplung) schloss und in dieser Lage verrastete. Ein Zugseil zog dann den Wagen zurück nach rechts, dabei wurde eine im Wagen befindliche Feder gespannt, die später während des Schreibens den Schreibwagen allmählich wieder nach links fahren ließ. Bei Anschlag an den Zeilenanfangsschieber unter der Papierwalze schnappte die Mechanik nach dem Wagenrücklauf wieder aus und der Wagen konnte dann wieder tastengesteuert laufen.

Funktionell erfüllte die 522 alle Anforderungen an eine gute elektrische Büroschreibmaschine. Mangelhaft hingegen war die unterdimensionierte Bodenwanne aus PVC, die beim Transport der Maschine unter deren Gewicht zum Durchbrechen neigte. Inwendig war die Maschine ziemlich zugebaut, was selbst das Auswechseln von Verschleißteilen aufwändig machte. Die Polyurethan-Zahnriemen neigen im Laufe der Zeit zum Zerfallen, leider gibt es keinen modernen Ersatz dafür.

Mit der 522 endete die Entwicklung von Schreibmaschinen im Büromaschinenwerk, künftig übernahm diese Art Technik das Optima-Werk in Erfurt. Eine modifizierte Variante der 522 wurde unter dem Name Schreibwerk 529 als Konsolemaschine für verschiedene große Büromaschinen benutzt. Das DDR-Konkurrenzprodukt der 522 war die SE5, die ebenfalls als Konsolemaschine benutzt wurde.

Die 522 ist heute recht selten. Ein funktionsfähiges Exemplar befindet sich im Rechenwerk Halle.


Schreibwerk Soemtron 529

Dieses elektromechanische Schreibwerk wurde in den 1960er Jahren vom Büromaschinenwerk Sömmerda aus der Schreibmaschine 522 heraus entwickelt und wahrscheinlich bis ins Jahr 1982 dort produziert. Die Besonderheit war, dass das 529 als einziges Schreibwerk der DDR in der Lage war, alle Typenhebel ferngesteuert auszulösen und den Druck aller Tasten an einen angeschlossenen Rechner oder Schreibautomat zu übermitteln. Das 529 wurde in viele Geräte eingebaut, z.B. Optima 527, Optima 528, daro 1413, daro 1414, daro 1415, daro 1416, Soemtron 363, Soemtron 381, Soemtron 382, Soemtron 383, Soemtron 384, Soemtron 385, Bedienschreibmaschine SM4000 und als Konsolemaschine am den Großrechnern R21 (Abfrageeinheit AE), R300 und EC1040.
Das Schreibwerk wurde vom Büromaschinenwerk Sömmerda sowohl für eigene Büromaschinen, als auch als fertige Baugruppe für Geräte anderer Bürotechnikhersteller (z.B. Optima) geliefert.


Schreibwerk 529, hier als Teil einer SM4000

Schreibwerk 529, geöffnet, Ansicht von oben

Schreibwerk 529, links Seite

Schreibwerk 529, rechte Seite

Das Schreibwerk besaß einen zentralen, permanent drehenden Außenläufer-Elektromotor, der über Zahnriemen die Schreibmechanik antrieb. Wurde eine Taste gedrückt, hakte sie in die rotierende Mechanik ein und der entsprechende Typenhebel wurde mitgerissen. Auf diese Weise erreichte die Maschine eine beeindruckende Maximalschreibgeschwindigkeit von 20 Zeichen pro Sekunde bei minimaler Fingerkraft. Bei Bedarf konnten große Anschlagstärken erreicht werden: der Hersteller versprach bei entsprechendem Papier bis zu 16 Durchschläge (Kopien).


Schreibwerk 529, Motor

Schreibwerk 529, Wagenkupplung

Mit jeder Taste wurden Schaltkontakte betätigt, die über Kabel und Stecker nach außen geführt waren, womit das Schreibwerk als Eingabegerät an Computern und größeren Anlagen benutzt werden konnte. Außerdem war unter dem Schreibwerk eine Platte mit Elektromagneten abgebracht, die dasselbe bewirkten wie ein Tastendruck: Damit konnte die Maschine als Ausgabegerät (Drucker) an Rechnern verwendet werden mit einer Geschwindigkeit von 12 Zeichen pro Sekunde.


Schreibwerk 529, Elektronischer Tabulator

Schreibwerk 529, Tastenkontakte

Schreibwerk 529, Elektromagnete

Der Wagenrücklauf wurde rein elektrisch durch einen Zugmagnet ausgelöst, entweder durch eine Taste oder durch den rechten Randschieber. Dabei wurde eine Klauenkupplung in die Hauptwelle eingekuppelt, die 1 Umdrehung mitlief, dabei über einen Nocken die Wagenrücklaufkupplung schloss und in dieser Lage verrastete. Ein Zugseil zog dann den Wagen zurück nach rechts, dabei wurde eine im Wagen befindliche Feder gespannt, die später während des Schreibens den Schreibwagen allmählich wieder nach links fahren ließ. Bei Anschlag des linken Randschiebers unter der Papierwalze schnappte die Mechanik den Wagenrücklauf wieder aus und der Wagen konnte dann wieder tastengesteuert per Federzug laufen.

Auch der Papiervorschub erfolgte rein elektrisch, indem magnetgesteuert eine Klauenkupplung in die Hauptwelle gekuppelt wurde, die dann für 1 Umdrehung die Papierwalze über ein Zahnradgetriebe antrieb.

Tabstops konnten bei einigen Varianten durch tastengesteuertes Verschieben von Stellstücken gesetzt werden, bei anderen Varianten passierte dies elektromagnetisch, gesteuert durch den Rechner bzw. einen Programmklotz. Rechter und linker Seitenrand konnten mechanisch definiert werden (Verschieben von Klötzen beim Druck der entsprechenden Taste) und bewirkten das Ein- bzw. Ausschalten des Wagenrücklaufs an diesen Stellen.

Die Umschaltung zwischen Groß- und Kleinbuchstaben (Segmentumschaltung) erfolgte durch den Motor, ausgelöst durch Tastendruck oder ferngesteuert durch Elektromagneten. Das Farbband wurde durch ein Klauengetriebe vorwärts bewegt. Durch ein Gestänge, das auf Blockierung reagierte, schaltete die Laufrichtung des Farbbandes automatisch um. Beim Schreiben jedes Zeichens wurde das Farbband kurz angehoben. Dadurch wurde die aktuelle Zeile nicht durch die Schreibmechanik verdeckt und der Text konnte stets mitgelesen werden. Abhängig vom Einsatzzweck gab es vor der Leertaste eine oder zwei Reihen elektrische Sondertasten.

Es gab unterschiedlich breite Druckwagen für das Schreibwerk (32 cm für 117 Zeichen, 48 cm für 167 Zeichen). Um Zeit beim Einlegen des Papiers zu sparen, besaß das Schreibwerk einen Einwerferhebel, der das Papier passend bis zur 1. Zeile einzog.

Das Schreibwerk 529 wurde in verschiedenen Gehäusefarben produziert: in hellgrün oder hellbraun für Zentronik, sowie in blau für Robotron. Um es äußerlich kleiner wirken zu lassen, wurde der untere Teil des Schreibwerks bei einigen Anwendungen in einer Aussparung im Tisch versenkt.

Für Servicearbeiten besaß das Schreibwerk hinten ein Drehgelenk, es konnte also vorn angehoben und in dieser Stellung arretiert werden. Die Gehäusehalbschalen konnte für Servicearbeiten abgenommen werden, nach unten war das Schreibwerk ohnehin offen. Ein Komplettaustausch des Schreibwerks war mühsam: mit seinen 40 kg war es nicht gerade ein Leichtgewicht. Alte Reparaturblätter belegen, dass das Schreibwerk bei intensiver Benutzung jährlich mindestens 1 Reparatur benötigte. Konstruktive Schwachstelle waren die unter dem Motor angeordneten Relais bzw. die Schiene mit den Kondensatoren, die bei übermäßigem Schmieren des Getriebes bzw. der Motorlager mit auslaufendem Fett geflutet wurden. Technische Schwachstelle waren die Polyurethan-Zahnriemen, die im Laufe der Zeit zerfielen und für die es keinen modernen Ersatz gibt.

Vom Schreibwerk 529 existieren heute noch einige Exemplare. Drei funktionsfähige befinden sich im Rechenwerk Halle: eingebaut in einen Organisationsautomat 528, in eine SM4000 und als C8205-Schreibwerk.


Mechanische Schreibmaschinen

Diese Maschinen, deren erste Exemplare bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurden, hatte keinen Stromanschluss: Tastenanschlag und Wagenrückzug erfolgten per Muskelkraft. Ab den 1950er Jahren ging der Trend bei professionellen Schreibmaschinen stark zu elektrischen Geräten hin. Bei den transportablen Geräten (Reiseschreibmaschinen) hielten sich die nicht-elektrischen Schreibmaschinen noch bis in die 1980er Jahre.


Schreibmaschine Optima M10

(Alias Optima10, Optima 10, Optima M 10, daro10 daro 10)

Die M10 war 1949 die erste Schreibmaschinen-Neuentwicklung des Optima Büromaschinenwerk nach dem Krieg.


Schreibmaschine Optima M10

Von der M10 gab es eine Variante für den arabischen Markt, bestückt mit speziellen Schriftarten und rückwärts laufendem Druckwagen.


Schreibmaschine Optima M12

(Alias daro12, daro 12, Robotron12, Robotron 12, Optima 12, Optima12)

Bei der M12 handelt es sich die Weiterentwicklung der M10, produziert ab 1957 vom Optima Büromaschinenwerk.


Optima M12 mit abgenommenen Gehäusedeckel

Von der M12 gab es Varianten mit arabischer Schrift, iranischer Schrift oder Urdu-Schrift. Damit verbunden war ein Lauf des Druckwagens von links nach rechts. Die M12 hatte nur einen einfachen Tabulator.


Schreibmaschine Optima M14 / Robotron 14

(Alias daro14, daro 14, Robotron14)

Diese mechanische Schreibmaschine war die Weiterentwicklung der M12 in, dem Geschmack der Zeit folgend, eckigem Gehäuse. Hersteller war wieder das Optima Büromaschinenwerk, die Produktion begann 1962.


Schreibmaschine Optima M14



Schreibmaschine Optima M16 / Robotron 16

(Alias daro16, daro 16, Robotron16)

Diese mechanische Schreibmaschine wurde ab 1966 vom Optima Büromaschinenwerk produziert. Sie konnte mit Schreibwagen von 32,38, 47 und 67 cm Breite ausgerüstet werden und wahlweise mit den Schriftarten Pica, Perl, Imperial oder Mikro bestückt sein. Die Maschine verfügte über einen 10-stelligen Dezimaltabulator, regelbare Anschlagstärke, Randauslöser und Farbbandumschalter.


Schreibmaschine Robotron 16, hier in der arabischen Variante

Von der M16 gab es unter dem Namen "Mumtaza" eine Variante für den arabischen Markt, bestückt mit speziellen Schriftarten und rückwärts laufendem Druckwagen. Diese Variante wurde nicht in Erfurt, sondern in Zella-Mehlis zusammengebaut.

Von der M16 und der Mumtaza haben bis heute Exemplare überlebt.


Schreibmaschine Robotron 18

(Alias daro18, daro 18, Robotron18)

Über diese mechanische Schreibmaschine, die 1978 die Weiterentwicklung der Robotron 16 vom Optima Büromaschinenwerk war, liegen noch keine Informationen vor.


Schreibmaschine Robotron 18

Robotron 18 mit Breitwagen



Schreibmaschine Robotron 20

(Alias daro20, daro 20, Robotron20)

Über diese mechanische Schreibmaschine, die ab 1978 im Optima Büromaschinenwerk produziert wurde, liegen noch keine Informationen vor.


Schreibmaschine Robotron 20

Rückansicht der Robotron 20

1980 betrug der Preis für diese Schreibmaschine 558 Mark.


Schreibmaschine Robotron 22

(Alias daro22, daro 22, Robotron22)

Diese mechanische Büro-Schreibmaschine vom Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt war der Nachfolger der "Robotron 20".


Schreibmaschine Robotron 22

Der Unterschied zum Nachfolgemodell Schreibmaschine 24 bestand darin, dass die 22 nur einen einstelligen Tabulator hatte.


Schreibmaschine Robotron 24

(Alias daro24, daro 24, Robotron24)

Diese mechanische Büro-Schreibmaschine war der Nachfolger der "Robotron 22", Hersteller war wieder das Robotron-Optima Büromaschinenwerk Erfurt.


Schreibmaschine Robotron 24

Sie hatte Je nach Einsatzfall wurde die Schreibmaschine mit unterschiedlichem Zeichensatz ausgerüstet. Der Schalter links neben der Tastatur in ein Anschlagregler, mit dem man die Schlaghärte entsprechend der Anzahl der Kopien einstellen konnte.
Der Preis der Maschine lag 1988 bei 990 Mark.


Schreibmaschine Erika 30, Erika 32

Diese Reiseschreibmaschinen wurden vom VEB Schreibmaschinenwerk Dresden produziert und wurden in einem Kunstlederkoffer ausgeliefert. Die maximale verarbeitbare Papiergröße war DIN A4 (24 cm Walzenbreite). Erika 30 (ab 1965) und Erika 32 (ab 1967) unterschieden sich leicht in der Gehäuseform.


Schreibmaschine Comfort125...

...und der zugehörige Koffer

Die Erika wurde (hauptsächlich für den Export) unter verschiedenen Namen verkauft, u.a. als "Comfort 125".

Der Preis betrug 870 Mark.


Schreibmaschine Erika 33

Sie entsprach weitgehend der Erika 30, wurde allerdings in einem Plastikkoffer ausgeliefert (ab 1967).


Schreibmaschine Erika 37

Sie entsprach weitgehend der Erika 30, hatte allerdings einen hebräischen Schriftsatz und damit verbunden auch einen Wagenlauf von links nach rechts.


Schreibmaschinen Erika 40 und Erika 42

Bei diesen Geräten handelt es sich um kleine Reiseschreibmaschinen ohne jegliche Elektronik.
Sie wurde ab 1040 vom VEB Schreibmaschinenwerk Dresden produziert und waren in einem Lederkoffer untergebracht.


Schreibmaschine Erika 42

Rückansicht der Erika 42

Typenkorb der Erika 42

Typenkorb der Erika 42

Die maximale verarbeitbare Papiergröße war DIN A4 (24 cm Walzenbreite). Gegenüber den Modellen 30 und 32 besaßen sie einen Tabulator.
Erika 40 und Erika 42 unterschieden sich lediglich in der Gehäuseform.


Schreibmaschine Erika 41

Sie war einen Variante der Erika 40, konnte mit ihrem 33 cm breiten Wagen allerdings Papiergrößen bis DIN A3 bearbeiten.


Schreibmaschine Erika 43

Sie entsprach der Erika 40, wurde aber in einem Kunststoffkoffer ausgeliefert.


Schreibmaschinen Erika 45 und Erika 46

Sie entsprach der Erika 40, war aber mit einem arabischen Schriftsatz (Erika 45) bzw. mit einem iranischen Schriftsatz (Erika 46) ausgerüstet. Produktionsbeginn war 1965. Damit verbunden war der Lauf des Druckwagens von links nach rechts.


Schreibmaschine Erika 47

Sie entsprach weitgehend der Erika 40, hatte allerdings einen hebräischen Schriftsatz und damit verbunden einen Wagenlauf von links nach rechts.


Schreibmaschine Erika 70

Diese Schreibmaschine hatte eine spezielle Papierhalterung zum Bedrucken von Dokumenten, z.B. Ausweisen und wurde ab 1970 vom Schreibmaschinenwerk Dresden produziert. Um sich an die vorgegebenen Zeilen anzupassen, war der Papiervorschub bei dieser Maschine gewollt stufenlos.


Schreibmaschine Erika 70

Von der Erika 70 haben bis heute mindestens zwei Exemplare überlebt. Eins befindet sich im Rechenwerk Halle.


Schreibmaschine Cella S1001

(Alias S 1001, S-1001)

Bei diesem Gerät handelt es sich um eine kleine Reiseschreibmaschine ohne jegliche Elektronik.
Wie der Name schon vermuten lässt, wurde dieses Gerät vom VEB Robotron-Elektronik Zella-Mehlis hergestellt.
Die S1001 zeichnete sich besonders durch geringe Abmessungen und ein niedriges Gewicht aus.


Schreibmaschine Cella

Rückansicht der Cella

Die maximale verarbeitbare Papiergröße war DIN A4.



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