Zubehör für Buchungsmaschinen

Zur Erweiterung der Funktionalität ihrer Rechner wurde eine Vielzahl an Zusatzgeräten hergestellt. Hauptproduzent war das Buchungsmaschinenwerk in Chemnitz. Die Module wurden im wesentlichen an den Buchungsautomaten Ascota 170, Ascota 071 und Optimatic eingesetzt.

Die Module wurden entweder beim Kauf des Rechners gleich vom Hersteller angebaut, alternativ konnten die Maschinen aber auch nachträglich umgerüstet werden, allerdings wurde dies aufgrund des teilweise großen Zerlegeaufwandes nicht bei allen Modulen empfohlen.


Mechanisches Multiplizierwerk MM

Dieses Gerät konnte als externe Einheit an den Buchungsautomaten Ascota 170, Ascota 150 sowie Optimatic benutzt werden und bestand im wesentlichen aus einen Einschub, der auf dem Rechenwerk des Fakturierautomaten FM basierte. Entwickler dieses Einschubs war das Büromaschinenwerk Sömmerda, Finalproduzent das Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt. Das MM war damit ein naher Verwandter des mechanischen Multipliziermoduls von Mercedes.


Ascota170 mit MM

Mechanisches Multipliziermodul

Das MM verarbeite zwei Faktoren mit neun bzw. sieben Stellen Länge. Auch wenn die Maschine mit einer Drehzahl von 360 Umdrehungen pro Minute lief, dauerte das mechanische Multiplizieren schon einige Sekunden (abhängig von der Faktor-Quersumme). Um möglichst keine Wartezeit für den Anwender entstehen zu lassen, wurde das MM daher meist so programmiert, dass es die Multiplikation ausführte, während der Anwender den Buchungstext tippte. Vom Ergebnis konnten bei Bedarf 1 oder 2 niederwertigste Stellen weggestrichen werden (entweder manuell oder programmgesteuert).

Die Kopplung des MM mit dem Buchungsautomaten erfolgte über eine Schaltermatrix und das Produktenwerk, ähnlich wie beim TM20. Am Buchungsautomat musste für dieses Gerät (im Gegensatz zum Nachfolgemodell TM20) keine elektrische Abfrageeinheit installiert sein.

Die verhältnismäßig lange Rechenzeit war sicher der Hauptgrund dafür, dass das MM schnell durch das elektronische Multiplizierwerk R12 abgelöst wurde.

Das MM gilt heute als ausgestorben.


Multiplizierwerk R12

(Alias R12)

Dieses Gerät war ein früher Versuch von Robotron, den Buchungsmaschinen Ascota 170 und Optimatic Multiplikationsrechnungen zu ermöglichen. Gegenüber dem mechanischen Multiplikationsmodul MM hatte der R12 den Vorteil einer wesentlich höheren Geschwindigkeit. Damit entfiel jegliches Warten des Anwenders auf das Eintreffen des Ergebnisses und das Gerät konnte beliebig oft pro Buchungszeile aufgerufen werden.


Buchungsmaschine Optimatic mit Rechenmodul R12

Buchungsmaschinen Ascota170 in Doppelkopplung am R12

Weitere Informationen befinden sich auf einer separaten Seite.

In der Buchungsmaschine hatte die Ansteuerung des R12 genauso funktioniert wie beim Nachfolgemodell TM20, allerdings musste dafür keine Abfrageeinheit in der Buchungsmaschine installiert sein. Die Programmierbarkeit war damit unflexibler als beim Nachfolgemodell.

Vom R12 ist heute nur noch 1 Exemplar bekannt, leider nicht mehr in funktionsfähigem Zustand.


Multiplizierwerk TM20

(Alias TM 20)

(TM=Transistormultiplizierer)
Dieses Gerät wurde ab 1962 vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt produziert (die Entwicklung erfolgte bei ELREMA) und stellte einen elektronischen Koprozessor für den Buchungsautomat Ascota 170 dar. Das TM20 war in der Lage, zwei maximal zehnstellige Dezimalzahlen zu multiplizieren, das Rechenergebnis war zwanzigstellig (dezimal). Grund für die Entwicklung dieses Gerätes war die Tatsache, dass die Ascota 170 von Haus aus keine Multiplikation beherrschte. Die Versuche, Multiplikationen mechanisch durch wiederholte Additionen auszuführen, waren auch nur schwache Lösungen, da sie unflexibel waren und sehr viel Rechenzeit benötigten. Eine verkürzte mechanische Multiplikation, wie sie bei der Ascota 114 bzw. Ascota 314 realisiert wurde, wäre zwar auch bei der Ascota 170 denkbar, wurde aber nie realisiert, vielleicht auch, weil die Ascota 170 die ältere Entwicklung war. So favorisierte man von Anfang an einen elektronische Lösung. Anfangs sollten dafür der Rechner R12 oder das Mechanische Multipliziermodul MM benutzt werden, die wurden dann aber sehr schnell durch den wesentlich kleineren und moderneren, auf Germaniumtransistoren basierenden TM20 abgelöst.


Ascota 170 mit TM20 (links unten)

Transistormultiplizierer TM20

Transistormultiplizierer TM20

Ursprünglich war das TM20 in ein kofferähnliches Gehäuse eingebaut, das wurde dann aber (aus Kostengründen?) durch eine gehäuselose Bauform ersetzt. Untergebracht wurde das Gerät stets im linken Beistellschrank der Maschine.


Alte Bauform: TM20 mit Gehäuse

Alte Bauform: TM20 mit Gehäuse

Der TM20 bestand aus einer Sloteinheit, in die Leiterplatten gesteckt wurden und in die auch ein Netzteil und z.T. ein Kühlventilator eingebaut war. Der TM20 war ein frühes Beispiel des Versuchs, Baugruppen durch Modularisierung zu verkleinern: Auf die Leiterplatten wurden mehrere vorbestückte Sub-Leiterplatten gelötet, die jeweils eine logische Funktion erfüllten und die ggf. als Modul ausgetauscht werden konnten. Ein TM20 beinhaltete ca. 150 Transistoren und 510 Dioden. Die Elektronikeinheiten gehörten zur sogenannten 25-kHz-Modulbaureihe (was also der ungefähren Taktfrequenz des Gerätes entsprach).


TM20-Leiterplatten mit Submodulen

Um das TM20 einsetzen zu können, musste die Ascota 170 entsprechend vorbereitet werden (entweder schon beim Kauf oder durch Nachrüstung). Da die Programmabtastung der Ascota 170 normalerweise nur mechanische Vorgänge auslöste, wurde die Maschine mit einer zweiten, parallel laufenden Programmbrücke (der sog. Kontaktbrücke) nachgerüstet, mit der bei jedem Programmschritt 16 Schalter per Programmstecker ausgelöst werden konnten. Zur zeitlichen Steuerung wurden außerdem an der Hauptwelle der Maschine Nockenschalter angebaut. Die Kopplung mit der Ascota 170 erfolgte über zwei Kabel. Der TM20 besaß selbst keine Bedienelemente. Die Ferneinschaltung des TM20 erfolgte durch einen Schalter an der Vorderseite Ascota 170.

Die Multiplikation lief wie folgt ab: In der Ascota 170 befanden sich zu diesem Zweck zwei softwareseitig ansteuerbare Schaltermatrizen, in die die beiden Faktoren dezimal in zwei separaten Rechenschritten hineingeschoben, also gespeichert wurden. Dann gab die Ascota 170 den Startbefehl für die Multiplikation. Der TM20 errechnete das Ergebnis unter Zugriff auf die Speichermatrizen (mit Umwandlung von dezimal nach binär) und gab dieses ziffernweise an die Ascota 170 zurück, diese dekodierten den Binärwert zunächst in eine Dezimalziffer und drückte diese per Elektromagneten in eine mechanische Ergebnismatrix (Stellstückmatrix). Anschließend konnte der Inhalt der Ergebnismatrix von den als Rechnerbus fungierenden Zahnstangen ausgelesen und der Zahlenwert weiter verarbeitet werden.

Um das maximal zwanzigstellige Ergebnis auf die zwölfstellige Ascota 170 anzupassen, konnten programmgesteuert und manuell eine bestimmte Anzahl an (niederwertigsten) Ziffernstellen gestrichen werden. Auf diese Weise konnte auch mit Faktoren kleiner als 1 gerechnet werden (z.B. Prozentrechnung).

Da das TM20 damals teuer und selten war, ersann der Hersteller die Möglichkeit, dass sich zwei (im gleichen Raum befindliche) Buchungsautomaten über einen Verteiler ein TM20 teilen konnten. Wollten beide Maschinen gleichzeitig multiplizieren, wurde eine davon automatisch verzögert, bis das TM20 vom der anderen Buchungsautomat wieder freigegeben wurde.

Obwohl es später viel modernerer Bauelemente gab, wurde das TM20 bis in die 80er Jahre hinein unverändert mit Germaniumtransistoren gefertigt (24.000 Exemplare). In den 1980er Jahren wurde es durch das sowjetische Rechenmodul MD24 abgelöst, das denselben Funktionsumfang besaß und zusätzlich auch dividieren konnte.

Vom TM20 existieren heute noch einige Exemplare, aber anscheinend nur zwei davon funktionsfähig. Sie befinden sich im Rechenwerk Computermuseum Halle an der Maschine aus dem Gummiwerk.


Multiplizier- und Dividierwerk MD24

(Alias MD 24)

(auch als "TM20-IS" bezeichnet)
Das MD24 war der Nachfolger des TM20 und wurde in der Sowjetunion gebaut, die noch in den 1980er Jahren ihre Büros mit Ascota 170 ausrüstete (eine Zeit, in der in der DDR langst elektronische Rechner die mechanischen Rechner abgelöst hatten). Im Gegensatz zum TM20 besaß das MD24 auch die Fähigkeit zu dividieren; eine Rechenart, die die Ascota 170 nicht von Haus aus beherrschte. Das MD24 konnte zwei 12-stellige Zahlen verarbeiten. Das Ergebnis war 24-stellig. Da die Buchungsmaschine davon nur 12 Stellen übernehmen konnte, besaß das MD24 die Möglichkeit einer programmierten Stellenverschiebung. Man konnte also bei Bedarf die letzten Stellen weglassen (das MD24 rundete dann das Ergebnis dementsprechend). Die Schrittfolge der Rechnung war ähnlich wie beim TM20.


Rechenmodul MD24

Rechenmodul MD24

MD24-Leiterplatte

Unterseite der Ascota170-MD

Das MD24 war wesentlich kleiner als das TM20 und basierte auf integrierten Schaltkreisen. Es besaß vier Leiterplatten, die zusammen mit dem Netzteil in einer kleinen Sloteinheit steckten. Die Leistungsstufen zum Ansteuern der Elektromagnete befanden sich hingegen samt eigenem Netzteil in der Buchungsmaschine.

Um das MD24 einsetzen zu können, musste die Ascota 170 entsprechend vorbereitet werden (entweder schon beim Kauf oder durch Nachrüstung). Ohne eine Maschinenumrüstung war der Austausch des TM20 durch das MD24 nicht möglich.

Mit seinen 1,2 kg Gewicht und seinen Maßen 195x110x145 mm war das MD24 für sowjetische Verhältnisse recht leicht und klein. Es war im linken Kasten des Buchungsmaschinentisches eingebaut. Bis auf den Netzschalter vorn an der Buchungsmaschine war vom MD24 äußerlich nichts zu sehen.

Vom MD24 sind heute nur noch 2 Exemplare bekannt, von der zugehörigen Ascota 170MD nur 1 Exemplar. Es befindet sich im Rechenwerk Computermuseum Halle, leider in defektem Zustand und stammt aus dem Gummiwerk.


Lochbandeinheit LB Cellatron

(Alias ALC, TL)

Diese Einheit konnten an den Buchungsmaschinen Ascota 071 und Ascota 170 betrieben werden und ermöglichte den Einsatz der Maschinen zur Datenerfassung (Datenträger Lochband). Damit war es möglich, einen Datenaustausch mit anderen Rechnern (meist Großrechnern) benutzen. Hersteller war Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt, die Produktion erfolgte von Anfang der 1960er Jahre bis vermutlich 1983.


Lochbandeinheit für die Ascota071

Ascota 170 mit Lochbandeinheit

Ascota 071-Lochbandeinheit von vorn

Lochbandeinheit von vorn, geöffnet

Lochbandeinheit von hinten, geöffnet

Bedientastatur und Lochbandstanzer

Die mechanischen Baugruppen bestanden aus der Stanzereinheit KBLS (inklusive Abwickler und Aufwickler) sowie einem Lochbandleser 301 zur Aufnahme des Programmbandes. Der elektronische Teil der Lochbandeinheit bestand aus der Netzteileinheit und aus einer Sloteinheit, die mit Leiterplatten bestückt war. Die Leiterplatten bildeten einen weitgehend selbständigen elektronischen Prozessor, dessen Programmspeicher das zu einer Endlosschleife geklebte Programmlochband im Lochbandleser war. Jede Leiterplatte beinhaltete Germaniumtransistor-bestückte Submodule, die jeweils 1 logische Funktion darstellen (beispielsweise ein Flipflop, einen Negator oder einen Verstärker).

Die Buchungmaschine teilte dem Lochbandprozessor über ihre Kontaktbrücke mit, auf welcher Spalte der Tabelle sie sich gerade befand. Der Lochbandprozessor suchte daraufhin auf dem Programmlochband das zugehörige Unterprogramm und arbeitete es schrittweise ab. Im Zuge dieses Unterprogramms fragte der Lochbandprozessor von der Buchungsmaschine den zu übernehmenden Zahlenwert ab (der in einer 12x10 Schaltermatrix der Buchungsmaschine dezimal bereit lag) und stanzte dessen Ziffern in der Reihenfolge entsprechend der Programmierung des Programmlochbandes auf das Datenlochband. Außerdem konnten Konstanten (z.B. Identifikationszeichen) aus dem Programmlochband in das Datenlochband übernommen werden.


Lochbandeinheit mit einem langem Programmband

Die Kodierung der einzelnen Ziffern und Zeichen auf dem Datenlochband wurde durch eine spezielle Leiterplatte im Lochbandprozessor bestimmt, auf der für jedes Zeichen die Lochkombination durch an unterschiedlichen Stellen einlötbare Dioden festgelegt wurde. Durch Umlöten dieser Dioden oder Austausch der Leiterplatte konnte also bei Bedarf der Lochbandcode des zu erstellenden Datenlochbandes entsprechend der Anforderung des datenlesenden Geräts verändert werden. Auch die Parität des Datenlochbandes wurde durch umlötbare Dioden festgelegt.


Eine der mit Submodulen bestückten Prozessorkarten

Die Kodierkarte mit den umlötbaren Dioden

Netzteil und Sloteinheit waren im rechten Tischkasten der Buchungsmaschine versteckt, der Stanzer an deren Oberseite und der Leser an der Vorderseite. Es gab Varianten, bei denen die Aufwickelspule des Stanzers auf der Gehäuseaußenseite lag und Varianten, bei denen diese Spule im Gerät hinter einer Klappe versteckt war. Oben im Tisch war noch eine Aussparung für das Bedientastenfeld und zum Einlegen der Lochband-Vorratsrolle für den Stanzer.
Über die Bedientastatur konnten Sonderzeichen gestanzt werden (beispielsweise zum Ungültigmachen falscher Datenätze), außerden gab es eine Taste zum Duplizieren des Programmlochbandes. Während der Hersteller bei der Buchungsmaschine selbst auf Bedienschlösser verzichtet hatte, gab es an der Lochbandeinheit gleich zwei: eins zum Blockieren des Geräteeinschalters und eins zum Blockieren der Lochbanddupliziertaste.


Ausgebauter Lochbandstanzer

Ausgebauter Lochbandstanzer

Ausgebauter Lochbandleser

Lochband-Leiterplatteneinheit

Lochband-Leiterplatteneinheit

Zum Einsatz der Lochbandeinheit musste die Buchungsmaschine vorbereitet sein, entweder schon beim Kauf oder durch Nachrüstung: eine Kontaktmatrix zur Übergabe des Datenwertes, eine Kontaktbrücke zur Auslösung des Stanzvorgangs und zur Erkennung (Synchronisation) der aktuellen Tabellenspalte. Außerdem die Möglichkeit zum Drucken eines speziellen Zeichens für die gelochten Tabellenspalten und die Möglichkeit zum Sperren der Buchungsmaschine bei Lochbandfehlern.

Bei den mit einem Multipliziergerät TM20 oder MD24 bestückten Buchungsmaschinen Ascota 170 musste aus Platzgründen zugunsten der Kontaktmatrix auf die vierte Speichertrommel verzichtet werden. Die Programmbrücke wurde auf 32 Schalter erweitert, um eine Programmierung der Lochbandtechnik unabhängig von den Multipliziereinheiten zu ermöglichen. Eine parallele Nutzung von TM20 bzw. MD24 und dem Lochbandgerät war also möglich. Die so aufgerüstete Ascota 170 nannte man AMLC (Addiermaschine mit Lochband Cellatron). Die mit dem Lochbandzusatz ausgerüstete Ascota 071 wurde z.T als "Ascota 7000" bezeichnet.

An die Lochbandeinheit konnten bei Bedarf verschiedene Zusatzeinrichtungen gekoppelt werden:
Heute scheinen von der Lochbandeinheit noch zwei Exemplare in Zusammenspiel mit der Ascota 071 zu existieren, sowie zwei Geräte im Zusammenspiel mit der Ascota 170. Derzeit ist keins davon funktionsfähig, eins wird aber gerade im Rechenwerk Computermuseum Halle repariert.
Die Zusatzeinrichtungen gelten alle als ausgestorben.


Frühe Lochbandeinheiten

Bevor die Cellatron-Lochbandeinheit in Produktion ging, gab es (Ende der 1950er Jahre) vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt bereits mehrere Varianten von Lochbandsystemen für die Buchungsmaschine Ascota 170. Vermutlich wurde diese Entwicklung vom lochbandbestückten Kleinbuchungsautomaten Ascota 117-LB abgeleitet.


Ascota 170 mit Lochband-typischer Zusatztastatur

Ascota 170 mit Lochbandstanzer Soemtron 363

Ascota 170 mit Lochbandstanzer Soemtron 470

Ascota 170 mit Lochbandstanzer der Firma Bull

Lochband-Steuergerät

Lochband-Steuergerät, Rückseite

Ascota 170 mit Lochbandstanzer Soemtron 470

Als Lochbandstanzer kamen unterschiedliche Fabrikate zum Einsatz: Geräte der Firma Bull oder die von Soemtron für die Organisationsautomaten entwickelten Stanzer 363 bzw. 470.
Das Steuergerät wurde im linken Buchungsmaschinenschrank hinter dem Lochbandstanzer untergebracht.

Da in den 1950er Jahren die Rechenzentren eher mit Lochkarten als mit Lochbändern arbeiteten, kamen im Zwischenschritt z.T. autonom arbeitende Umsetzergeräte zum Einsatz, die aus einem Lochbandleser und einem Lochkartenstanzer bestanden. Alternativ dazu konnte der Buchungsautomat auch direkt mit einem Lochkartenstanzer gekoppelt werden.

Dass die Buchungmaschine bei diesen Gerätekonfigurationen nicht über eine zusätzliche Kontaktbrücke verfügte und die Programmierung der Lochbandeinheit nur in begrenztem Umfang durch Austausch von Kodiersteckern möglich war, war sicherlich der Hauptgrund zur baldigen (1962?) Einstellung der Produktion und Ablösung durch das programmgesteuerte Cellatron-Lochbandystem.

Heute gelten alle diese Varianten als ausgestorben.


Lochband-Kodiergeräte

Um Programmlochbänder mit der Lochbandeinheit erstellen zu können, gab es von Ascota ein Codiergerät, das an die Vorderseite der Lochbandeinheit gesteckt werden konnte. Der Lochbandleser war im Vorfeld zu öffnen und die Anlage per Bedientastatur auf "Duplizieren" zu stellen. Dann war mittels Umschalter festzulegen, welche Parität das künftige Datenband haben sollte. Nach dieser richtete sich automatisch die Paritätsfolge des Programmbandes (stets wechseln zwischen benachbarten Bytes). Dann war der Programmbefehl mittels zweier Drehschalter (zwei Tetraden) auszuwählen. Mit einer Auslösetaste wurde das Zeichen auf Lochband gestanzt und das nächste Zeichen konnte eingegeben werden. Alles in allem ein recht mühsames Verfahren, speziell wenn Programmbänder nachträglich geändert werden sollten.


Zeichnung des originalen Kodiergeräts

Da die Kodiergeräte schlecht verfügbar waren (wie so oft in der DDR), bauten sich findige Anwender dieses Gerät auch in abgerüsteter Form nach. Das abgebildete Gerät hat acht Datenschalter (für die acht Spuren des Lochbandes) sowie einen Taster zum Auslösen der Stanzung. Die Parität musste im Vorfeld ins Programm eingerechnet werden.


Nachgebautes Codiergerät

Nachgebautes Codiergerät, geöffnet

Von den professionellen Kodiergeräten hat leider anscheinend keins überlebt, von den Nachbauten existiert noch 1 funktionsfähiges Exemplar.


Lochkarteneinheit LK

Diese vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Einheit konnte als Erweiterung der Buchungsmaschine Ascota 170 betrieben werden. In der Grundversion wurde sie benutzt, um bestimmte Buchungsergebnisse auf die Lochkarte auszustanzen, also eine Nutzung der Buchungsmaschine als Datenerfassunggerät.

Es gab Kopplungen mit unterschiedlichen Lochkartengeräten, beispielsweise IBM 24, IBM 26, Bull-Speicherlochern sowie dem Soemtron-Lochkartenstanzer 415.


Ascota 170 mit IBM-Lochkartenstanzer

Ascota 170 mit Bull-Lochkartenstanzer

Für jedes Lochkartengerät gab es ein spezielles Synchronisiergerät, das die elektrische Anpassung zwischen Buchungsautomat und dem Stanzer bewerkstelligte. Einige Varianten der Ascota 170 besaßen Kontakte unter den Tasten des Schreibwerks, konnten also auch alphanumerische Ausgaben in Richtung Lochkartenstanzer schicken. Dazu war wiederum ein Zusatzgerät (Codiergerät) notwendig, das ebenso wie das Synchronisiergerät im Tischkasten des Buchungsautomaten untergebracht wurde.


Lochkarten-Synchronisiergerät

Lochkarten-Codiergerät für alphanumerische Ausgabe

Noch einen Schritt weiter ging die als "Ascota 1700" bezeichnete Anlage, in die außer dem Buchungsautomat Ascota170 und dem Lochkartenstanzer 415 auch ein Lochkartensortierer 433 eingebunden war und auch das Einlesen von Lochkartendaten in die Buchungsmaschine ermöglichte. Der Lochkartensortierer übernahm dabei auch die Rolle des elektrischen Lochkartenlesers. Alternativ konnten auch ausländische Lochkartenstanzer und -Sortierer in das System eingebunden werden.


System Ascota 1700 mit DDR-Geräten

System Ascota 1700 mit westlichen Geräten

Die Lochkartensysteme gelten heute in allen Varianten als ausgestorben.


Elektronisches Saldiergerät ES24

(Alias Elektronensaldierer

Bei diesem Geräte handelte es sich um ein von ELREMA entwickeltes Zusatzgerät für Lochkartensortierer. Es arbeitete auf Basis von Elektronenröhren und war in der Lage, zwei zwölfstellige Zahlen zu addieren bzw. zu subtrahieren. Offenbar konnte das Gerät auch mit negativen Rechenergebnissen umgehen.

Das ES24 gilt heute als ausgestorben.


Zahlenprüfgerät

Dieses elektronische Gerät diente der Erhöhung der Sicherheit eingegebener Werte und konnte an verschiedene Buchungmaschinen, z.B. Ascota 170LB, Ascota 071LB, Ascota 1360, Ascota 1361, Ascota 1362 angeschlossen werden und diente der Überprüfung der korrekten Eingabe bestimmter selbstprüfender Zahlen. Beispielsweise steckte in Kontonummern eine Prüfziffer, die durch das Zahlenprüfgerät nachgerechnet werden konnte und bei eventuellen Tippfehlern eine Fehlerlampe aufleuchten ließ und die Buchungsmaschine verriegelte. Ebenso reagierte das Gerät auf zu viele oder zu wenige eingegebene Dezimalstellen bestimmter Zahlen.


Zahlenprüfgerät

Das Zahlenprüfgerät bestand aus vier mit Germaniumtransistor-Submodulen bestückten Leiterplatten wurde in spezielle Slots in die Lochbandeinheit eingesetzt. Zur Buchungsmaschine führte zwecks Datenaustausch ein zusätzliches Kabel.

Vom Zahlenprüfgerät existiert heute vermutlich nur noch 1 Exemplar.


Saldenvorschub TS36

(Alias TS 36)

Dieses vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Gerät wurde auf den Buchungswagen aufgesetzt und fand selbständig die Zeile der letzten Buchung auf einer einzulegenden Kontokarte und positionierte daraufhin auf die nächste (freie) Zeile. Dies passierte elektromagnetisch (Kontenkarten mit eingebautem Magnetstreifen, die an einem Magnetkopf entlang gezogen wurden). Außerdem war es möglich, bis zu 36 Zeichen Daten vom Magnetstreifen in das Rechenwerk der Maschine einzulesen. Dies konnten z.B. Kontostand, Kontonummer oder Mitarbeiternummer sein. Nach dem Buchungsvorgang war eine entsprechende Datenausgabe zurück auf den Magnetstreifen möglich.

Als passende Buchungsmaschinen kamen die Ascota 170 und die Optimatic 900 bzw. Optimatic 9000 in Frage.


Ascota 170 mit TS36

Optimatic 900 mit TS36

TS36-Steuereinheit

Arbeit mit dem TS36 an einer Ascota 170

Reparatur einer Ascota 170 mit TS36

Das TS36 bestand aus der auf den Buchungswagen aufzusetzenden Papiereinzugseinheit EAS oder EASKA sowie dem im rechten Tischkasten der Buchungsmaschine untergebrachten Steuergerät. Inwendig bestand es (wie das TM20) aus Elektronikeinheiten der sogenannten 25-kHz-Modulbaureihe (was also der ungefähren Taktfrequenz des Gerätes entsprach).

Das TS36 gilt heute als ausgestorben.


Verteiler

Da die Koprozessoreinheit TM20 ein damals seltenes und teures Gerät war und diese Geräte nur zeitweise an den Buchungsmaschinen benutzt wurden, wurde vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt die Möglichkeit geschaffen, zwei Ascota 170 an einem TM20 zu betreiben.


Zwei gekoppelte Ascota 170-TM

Startete eine Ascota 170 eine Multiplikation, erfolgte eine automatische Verriegelung der Multiplikation der anderen Maschine, die dann so lange wartete, bis die erste Maschine mit der Multiplikation fertig war. Da das TM20 sehr schnell arbeitete, war diese Wartezeit für den Anwender kaum wahrnehmbar.

Das Gerät besaß keine Bedienelemente, bestand inwendig hauptsächlich aus Relais und war im rechten Beistellschrank einer der Buchungsmaschinen untergebracht.

Eine ähnliche Möglichkeit zum Betreiben mehrerer Buchungmaschinen an 1 Multipliziergerät gab es schon vorher im Zusammenspiel mit dem Multipliziergerät R12, da war der Verteiler für die drei Buchungsmaschinen allerdings direkter Bestandteil des Multiplizierwerks.

Der TM20-Verteiler gilt heute als ausgestorben.


Konstantenspeicher CTM20

(Alias CTM 20)

Der vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Konstantenspeicher bildete eine Art ROM, in dem häufig benutzte Zahlen, beispielsweise Kontonummern und Steuern für die Arbeit mit der Buchungsmaschine Ascota 170 abgelegt werden konnten. Das Gerät bestand aus mehreren Steckmatrizen, in die metallene Kontaktstecker eingesteckt werden konnten. Diese konnten von der Maschine elektrisch ausgelesen und bei den Berechnungen benutzt werden.


Konstantenspeicher

Programmierung des CTM20

CTM20-Steckmatrix

Arbeit am CTM20

Abhängig von der Länge der zu speichernden Zahlen wurden unterschiedliche Varianten des CTM20 hergestellt:

C16x616 Zahlen á 6 Stellen
C32x332 Zahlen á 3 Stellen
C8x6/16x38 Zahlen á 6 Stellen und 16 Zahlen á 3 Stellen
C8x68 Zahlen á 3 Stellen
C16x316 Zahlen á 3 Stellen

Um einen CTM20 zu benutzen, mussten in der Ascota 170 elektrische Komponenten nachgerüstet werden. Dies waren einerseits die Nachrüstungen, die für die Koprozessoren TM20 bzw. MD24 notwendig waren, anderseits einige CTM20-spezifische Teile.

Vom CTM20 hat bis heute wahrscheinlich nur 1 Exemplar überlebt, leider nicht mehr in Funktion.


Numerateur

Der Numerateur war eine vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Zusatzeinheit, die in die Buchungsmaschine Ascota 170 eingebaut werden konnte, speziell in die Maschinen, die keine oder nur wenige Speichertrommeln hatten. Dieses Modul stellte einen preisgünstigen programmierbaren Zähler dar, der im wesentlichen dazu benutzt wurde, die Anzahl der durchgeführten Buchungen revisionssicher zu protokollieren.

Der Numerateur verfügte über zwei Funktionen: Über einen Trick konnte der Numerateur ggf. auf einen bestimmten Anfangsstand gesetzt werden.

Mechanisch wurde der Numerateur in der Ascota 170 anstelle einer der Speichertrommeln eingebaut.

Bei den speicherseitig hochgerüsteten Modellen hatte man so eine Zählung statt mit dem Numerateur mit einen der Trommelspeicher (Addition mit 1) programmiert.

Der Numerateur gilt heute als ausgestorben.


Gedächtniswerk

Der Numerateur war eine vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Zusatzeinheit, die in die Buchungsmaschine Ascota 170 eingebaut werden konnte, speziell in die Maschinen, die keine Speichertrommeln hatten. Das Gedächtniswerk war ähnlich aufgebaut wie ein Prozessor, konnte aber weder addieren noch subtrahieren, sondern lediglich eine 12-stellige Zahl in sein Register schreiben und diesen Wert später wieder zu lesen bzw. löschen. Grund für die Existenz des Gedächtniswerks war lediglich eine Kosteneinsparung gegenüber einer Speichertrommel.

Mechanisch wurde das Gedächtniswerk in der Ascota 170 an der Position einer der Speichertrommeln eingebaut.

Bei den Varianten der Ascota 170, die Speichertrommeln besaßen, konnte man die Funktionen des Gedächtniswerks mit einer der Speichertrommeln abbilden, die nebenbei auch die zehnfache Speicherkapazität hatten

Das Gedächtniswerk gilt heute als ausgestorben.


Arabische Maschine

Normalerweise bewegte sich der Druckwagen der Buchungsmaschine Ascota 170 hinter dem Druckkopf von rechts nach links, druckte die Zeilen also von links nach rechts. Die Programmbrücken, die im Buchungswagen saßen, wurden in derselben Richtung abgetastet. Da das Buchungsmaschinenwerk seine Ascota 170 auch in arabische Länder verkaufte, in denen von rechts nach links geschrieben wird, wurde eine spezielle Maschinenserie mit spiegelbildlich laufendem Buchungswagen entwickelt. Die Programme der Maschine mussten dann natürlich auch "rückwärts" programmiert werden.

Die arabische Variante der Ascota 170 gilt heute als ausgestorben.


Hand-Stellenabstreichung

Die Hand-Stellenabstreichung war eine vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Zusatzeinrichtung, die in die Buchungsmaschine Ascota 170 eingebaut werden konnte und zwei der Symboltasten durch eine Prozenttaste und und eine Promilletaste ersetzte. In Zusammenspiel mit den Koprozessoren TM20 bzw. MD24 konnte so per Tastendruck eine Division des Multiplikationsergebnisses durch 100 oder 1000 erreicht werden, was für die Prozentrechnung wichtig war. Unabhängig davon konnte eine Stellenabstreichung auch fest programmiert werden, was sicher der Grund für die geringe Verbreitung dieser Maschinenänderung gewesen ist.


Stellenabstreichungstasten

Das Modul bestand aus elektrischen Kontakten sowie einigen Relais und arbeite ausschließlich elektrisch.

Geräte mit Hand-Stellenabstreichung scheinen heute nicht mehr zu existieren.


Einzugsvorrichtung EV bzw. EV1K

(Alias EV 1K, EV 1 K)

Hierbei handelt es sich um vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Geräte, die auf den Buchungswagen der Buchungsmaschine Ascota 170 (und eventuell auch der Optimatic) aufgesetzt wurden und motorgetrieben Pappkarten einziehen und auswerfen konnten. Dabei waren sie in der Lage, die letzte Buchungszeile selbständig zu finden und entsprechend eine Zeile darunter zu positionieren. Um die zu erreichen, stanzte das Gerät Kerben in den Kartenrand, die es beim nächsten Einlegen wieder abfühlte. Je nach Anwendungsfall wurden Karteneinzüge für unterschiedlich breite Karten angeboten: 210 mm, 297 mm und 420 mm.


Einzugvorrichtung EV

Tasten der EV

Weggeklappte EV

Der Einzug hatte zwei Bedientasten: Einzug und Auswurf. Wurde der Einzug gerade nicht gebraucht, konnte er nach hinten geklappt werden. Die Kopplung des Einzuges mit der Ascota170 erfolgte über ein Kabel. Um den EV benutzen zu können, mussten in der Ascota 170 Teile nachgerüstet werden. Eine kleine Elektrikeinheit wurde außerdem im Tischkasten untergebracht.

EV bzw EV1K gelten heute als ausgestorben.


Einzugsvorrichtung für Kontoauszug EVA

Dieses vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt ab 1960 produzierte Gerät bot die Möglichkeit, Kontoauszüge von einem Stapel (max 100 Stück) in die Buchungsmaschine Ascota 170 einzuziehen. Kontenkarten konnten damit hingegen nicht verarbeitet werden.


Einzugvorrichtung EVA

Die EVA gilt heute als ausgestorben.


Einzugsvorrichtung für Leporellopapier

Dieses vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt produzierte Gerät bot die Möglichkeit, randgelochtes Endlospapier in die Buchungsmaschine Ascota 170 einzuziehen.


Einzugvorrichtung für Leporellopapier

In der Praxis wurde von dieser Papierart selten gebraucht gemacht, ob das Gerät überhaupt über das Prototypenstadium heraus kam, konnte bisher nicht ermittelt werden. Der Leporello-Einzug gilt heute als ausgestorben.


Automatische Einzugsvorrichtung für Kontenkarte und Kontoauszug EVKA

Dieses vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Gerät basierte auf dem Automatischen Einzug EV, hatte aber zusätzlich noch einen zweiten Einzug für Kontoauszüge. Inwendig bestand das Gerät außer aus mechanischen Elementen, drei Motoren und Schaltkontakten. Der Vorratsstapel an Kontoauszügen (max 100 Stück) befand sich hinter dem Gerät liegend auf dem Buchungswagen. Bedruckte Kontoauszüge wurden senkrecht auf dem Gerät abgelegt. Die EVKA wurde am Buchungsautomaten Ascota 170 benutzt.


Einzugvorrichtung EVKA.
Vorn die Kontenkarte, hinten die fertigen Kontoauszüge

Die EVKA gilt heute als ausgestorben.


Einzugsautomat EA

Dieses vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Gerät war in der Lage, bei Einlegen einer Kontenkarte in die Buchungsmaschine Ascota 170 die letzte Buchungszeile selbständig zu finden und entsprechend eine Zeile darunter zu positionieren. Um dies zu erreichen, stanzte das Gerät Kerben in den Kartenrand, die es beim nächsten Einlegen wieder abfühlte. Die Verarbeitung von Kontoauszügen war beim EA nicht möglich, ebensowenig eine Datenübernahme per Magnetstreifen in den Buchungsautomat. Vom EA gab es drei Varianten abhängig von der Kartenbreite: 210 mm (DIN A4 hochkant), 297 mm (DIN A4 quer) oder 420 mm (DIN A3 hochkant).


Einzugsautomat EA

Der EA gilt heute als ausgestorben.


Einzugautomat EAKA

Dieses vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Gerät basierte auf dem EA, war aber zusätzlich in der Lage, Kontoauszüge zu bedrucken, in dem sie von einem hinter dem Gerät befindlichen Stapel abgenommen, beim Druck hinter der Kontokarte positioniert und anschließend auf einem Stapel oberhalb des Gerätes abgelegt wurden. Eine Datenübernahme per Magnetstreifen in den Buchungsautomat war nicht möglich. Der EAKA wurde am Buchungsautomaten Ascota 170 benutzt.


Einzugsautomat EAKA, Rückseite

Der EAKA gilt heute als ausgestorben.


Einzugautomat für Saldenvortrag EAS

Dieses vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Gerät Gerät basierte auf dem EA, war aber zusätzlich in der Lage, Zahlenwerte vom Magnetstreifen in das Rechenwerk einzulesen und wieder auf den Magnetstreifen zurückzuschreiben. Vom EAS gab es drei Varianten abhängig von der Kartenbreite: 210 mm (DIN A4 hochkant), 297 mm (DIN A4 quer) oder 420 mm (DIN A3 hochkant).

Äußerlich entsprach das EAS dem EA.

Die Gesamtheit der EAS und der Steuerelektronik wurde als TS36 bezeichnet.

Der EAS gilt heute als ausgestorben.


Einzugautomat für Saldenvortrag und Kontoauszug EASKA

Dieses vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelte Gerät basierte auf dem EAKA, war aber zusätzlich in der Lage, Zahlenwerte vom Magnetstreifen in das Rechenwerk einzulesen und wieder auf den Magnetstreifen zurückzuschreiben. Vom EASKA gab es drei Varianten abhängig von der Kartenbreite: 210 mm (DIN A4 hochkant), 297 mm (DIN A4 quer) oder 420 mm (DIN A3 hochkant).

Äußerlich entsprach das EASKA dem EAKA.

Die Gesamtheit der EASKA und der Steuerelektronik wurde als TS36 bezeichnet.

Der EASKA gilt heute als ausgestorben.


Einfache Vorsteckeinrichtung VE bzw. VE1K

(Alias VE 1K, VE 1 K)

Bei diesem Gerät handelt es sich um eine auf den Buchungswagen der Buchungsmaschine Ascota 170 (und eventuell der Optimatic) aufsetzbare Einheit, die das manuelle Einlegen einer Karte ermöglichte. Sie war das einfachste Zusatzmodul für Buchungsmaschinen, das für diesen Zwecke produziert wurde. Entwickler war wahrscheinlich das Wandererwerk in Chemnitz.


Vorsteckeinrichtung VE

Der Kartenschacht konnte durch einen Hebel an der linken Buchungswagenseite manuell geöffnet werden oder auch automatisch programmgesteuert. Über seitliche Begrenzer, die über die gesamte Buchungswagenbreite gehen konnten, wurde die Karte eingeführt. Das Finden der passenden Zeile musste der Anwender manuell machen, ebenso darauf achten, dass die Karte gerade eingeführt wurde. Das Schließen des Kartenschachts erfolgte automatisch beim nächsten Maschinengang. Nachteilig war, dass bei der genauen Zeilenposition keine Unterstützung gab, außer einer Hilfslinie. Somit konnte es passieren, dass die Zeilenabstände schwankten.

Die VE wurde standardmäßig mit fast allen Ascota 170 ausgeliefert.

Von der VE existieren heute noch einige Exemplare, u.a. ein funktionsfähiges im Rechenwerk Computermuseum Halle an der Maschine aus dem Gummiwerk.


Doppelte Vorsteckeinrichtung VE2K

(Alias VE 2K, VE 2 K)

Bei diesem vom Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt entwickelten Gerät handelt es sich um eine auf den Buchungswagen der Ascota 170 (und eventuell der Optimatic) aufsetzbare Einheit, die das manuelle Einlegen zweiter Karten ermöglichte. Funktionell war sie der VE sehr ähnlich. Das Öffnen beider Kartenschächte erfolgte manuell durch einen Hebel am Buchungswagen oder automatisch programmgesteuert. Von der VE2K scheint es zwei Varianten gegeben zu haben: die eine war für zwei große Karten (die Karten steckten hintereinander mit Kohlepapier dazwischen), die andere für zwei kleine Karten (Karten lagen nebeneinander).


VE2K mit hintereinander liegenden Karten

VE2K mit nebeneinander liegenden Karten

VE2K mit nebeneinander liegenden Karten

Die VE2K gilt heute als ausgestorben.


Postscheck-Einzugsautomat

Über dieses heute als ausgestorben geltende Gerät, das im Zusammenspiel mit dem Buchungsautomat Ascota 170 genutzt werden sollte, liegen leider noch keine Informationen vor.


Multiplikationswerk für Mercedes-Buchungsmaschinen

Das Büromaschinenwerk in Zella-Mehlis produzierte mechanische Buchungsautomaten, die von Haus aus addieren und subtrahieren konnten. Für einfache Buchungen reichte das auch. Für Zinseszinsberechnungen oder für Fakturierung (Rechnungslegung) wurde hingegen eine Multiplikationsmöglichkeit gebraucht (Stückzahl * Preis oder Preis * Steuersatz). Lösung war ein externes Gerät, das elektrisch mit der Buchungsmaschine verbunden war und die Multiplikation selbständig vornahm, es wurde ab 1960 bis wahrscheinlich 1963 hergestellt und basierte, ebenso wie das mechanische Ascota-Multipliziermodul auf dem im Sömmerda entwickelten Rechenmodul des Fakturierautomaten FM. Es war damit ein naher Verwandter des mechanischen Multipliziermoduls MM von Ascota.


Buchungsautomat SR42 mit Multipliziergerät

Multipliziergerät

Multipliziergerät, geöffnet

Die Kopplung konnte mindestens mit den Buchungsmaschinen SR42 und SR54 erfolgen, die aber dafür entsprechend vorbereitet sein mussten. Das Gerät stand als eigenständige Einheit unter dem Buchungstisch und wurde mit der Buchungsmaschine per Kabel verbunden.

Heute gilt das Multipliziergerät als ausgestorben.




Letzte Änderung dieser Seite: 10.01.2017Herkunft: www.robotrontechnik.de