Computersystem A5510

(Alias A 5510, A-5510, DAP)

Dieses Gerät wurde Mitte der 1980er Jahre vom Buchungsmaschinenwerk produziert und zur Digitalisierung von (üblicherweise noch ohne Computer erstellten) Zeichnungen verwendet.


Digitalisierarbeitsplatz A5510 auf Basis A5130

Arbeit am A5510

Im wesentlichen bestand die Anlage aus einem Bürocomputer A5120 oder A5130, einen Digitalisiergerät K6401 oder K6402 und ggf. einem Plotter K6411 oder K6418 bzw. einem grafikfähigem Drucker SD1157/269. Der Bürocomputer besaß keinen grafischen Bildschirm, konnte seine eingelesenen Grafikkoordinaten also nicht grafisch darstellen. Das ging dann allenfalls mit dem Plotter bzw. Drucker.

Platinenbestückung des Bürocomputers:
K-Name Kürzel Bedeutung des Kürzels Erläuterung
K2526 ZVE zentrale Verarbeitungseinheit Prozessorkarte und Tastaturinterface
K3525 OPS Operationsspeicher 16 KByte RAM
K3525 OPS Operationsspeicher 16 KByte RAM
K3525 OPS Operationsspeicher 16 KByte RAM
K8025 ASS Anschlussteuerung Serielle Systeme Anschluss für Digitalisiergerät und Plotter
K7025 ABS Anschlussteuerung Bildschirm Grafikkarte
K5120 AMF Adapter für Minifolienspeicher Floppycontroller

Bei Bedarf konnte unter dem Betriebssystem SIOS durch Stecken einer weiteren Karte die Speichergröße auf 112 KByte vergrößert werden. Alternativ zu den 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerken konnte die Anlage auch mit 8-Zoll-Laufwerken ausgerüstet werden.


Software

Die Software nannte sich AKROK (Anwendungskomplex Reißbrett-Orientierter Konstruktionsarbeitsplatz), AKGKS (Anwendungskomplex Grafisches Kernsystem) oder AKDGP.
Anfangs lief sie unter dem Betriebssystem SIOS, später unter SCP. Ein Teil der Software wurde in das Digitalisiergerät geladen, ein Teil lief als Anwendungsprogramm auf dem Bürocomputer.

Ein Großteil der Bedienung des Programms erfolgte über das Digitalisiergerät, auf das eine Schablone mit Menüfeldern gelegt wurde.

Die digitalisierten Koordinaten wurden als Dateien im GKS-Format abgelegt, konnten also mit Geräten, die diesen Standard unterstützten, direkt weiterverarbeitet werden. Außerdem gab es Funktionen zur Spiegelung, Verschiebung und Drehung. Ebenso konnte die Linienstärke festgelegt und Texte eingegeben werden.


Verbleib

Der A5510 war der Nachfolger des Digitron. Die Anlage war schon in der DDR selten, wurden ja die meisten Konstruktionen zu dieser Zeit noch mit der Hand gezeichnet.
Der Name A5510 wurde von seinem Hersteller nicht lange benutzt, stattdessen dann das System unter dem Namen des benutzten Bürocomputers vertrieben.

Ein originaler A5510 hat anscheinend bis heute nicht überlebt. Komponenten der Anlage existieren noch, damit ist ein Nachbau in der Zukunft zumindest denkbar.



Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de