Einheitliches Gefäßsystem EGS

In der DDR gab es für Anwendungen in der Mess- und Computertechnik ein einheitliches Gefäßsystem. Es definierte Aufbau und Abmaße von Metallgehäusen für diese Geräte. Die Gehäuse wurden aus einzelnen Komponenten zusammengeschraubt und konnten weitgehend den Wünschen der Endverbraucher angepasst werden. Die Gehäusevarianten reichen von Telefon-großen Auftischgeräten bis hin zu mannshohen Schränken. Auch die in der Industrie beliebten 19-Zoll-Systeme wurden in das EGS eingegliedert.


Gerätestapel in EGS-Gehäusen

Diskettenlaufwerk mit Ausklappbügel im EGS-Gehäuse

Innenansicht des EGS-Gehäuses des DLW02

Die Gehäuse für Auftischgeräte enthielten einen oder zwei Tragegriffe und ggf. Überrollbügel, um eine Beschädigung von Bedienelementen und Steckern beim Kippen der Geräte zu verhindern. Bei kleinen Gehäusen gab es z.T. einen Ausklappbügel, mit dem das Gerät zwecks besserer Bedienbarkeit schräg gestellt werden konnte.

Speziell für die Computertechnik gab es Einsteckschienen, um Platinen (z.B. K1510, K1520 oder NANOS) oder Netzteile einschieben zu können.


Rahmen zum Einbau von Platinen, Vorderansicht

Rahmen zum Einbau von Platinen, Rückansicht

Über den Hersteller der EGS-Komponenten ist bislang noch nichts bekannt. Vermutlich waren mehrere Firmen daran beteiligt; denkbar wäre vor allem wegen des Produktionsspektrums Robotron Zella-Mehlis.



Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de