VEB Mansfeld Kombinat

Das Mansfeld Kombinat "Wilhelm Pieck", das rund um das anhaltinische Eisleben den Abbau und die Verarbeitung von Erzen bzw Metallen betrieb, hatte Anfang der 1980er Jahre Bedarf an Büro- und Steuercomputern. Da durch die überall vorhandene Produktionsknappheit Robotron keine Rechner liefern konnte und Mansfeld freie Kapazitäten in der kombinats-internen Automatisierungstechnik sowie durch die Edelmetallförderung einige Devisen besaß, entschied man sich für eine Eigenentwicklung. So entstand im Eislebener "Werk für Anlagen- und Gerätebau" die MPC-Rechnerserie sowie der Steuerrechner AKS. Die meisten Geräte waren innerhalb des Kombinats im Einsatz.
Da die Mansfelder (im Gegensatz zur Großproduzenten, wie Robotron) nicht auf Rückwärtskompatibilität bei den Geräten achten mussten, konnten die Rechner für DDR-Verhältnisse fortschrittlich und optimiert aufgebaut werden. Die fehlende Kompatibilität zwischen den Gerätegenerationen ist im Bezug auf heutige Reparaturen und Ersatzteilbeschaffung allerdings eher nachteilig.

Bedingt durch die geringen Stückzahlen sind Mansfeld-Rechner heute sehr selten und beliebte Sammlerobjekte.


Rechner Mansfeld MPC

Der Namensgeber auf einer Werbeschallplatte

Firmenlogo des Mansfeld-Kombinates auf der Front eines Rechners

Besitzt noch jemand einen Rechner MPC1 oder MPC3? Falls ja, bitte bei uns melden.

Betriebsteile

Zum Mansfeld Kombinat gehörten die Firmen:

Chronik

Einige der Betriebe existieren heute noch; Computertechnik oder Elektronik werden aber nirgends mehr produziert.

Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de