Recherche-Programme

Die hier aufgeführten Programme wurden zum Abrufen von Informationen benutzt.


SIBE

(SIBE=Sachgebietsorientierte Informations- und Beratungs-Einrichtung)
Dieses Programm ist ein universelles Informationssystem und wurde auf den Rechnern A7150 und EC1834 unter dem Betriebssystem DCP eingesetzt.
Es wurde hauptsächlich von den Herstellern zum Vorstellen neuer Technik oder Software benutzt.
Der Zugang zu den Daten erfolgte menü-orientiert.


Startbildschirm von SIBE

Textdarstellung in SIBE

Laut Hersteller soll es SIBE-Ausführungen zu über 30 verschiedenen Themen gegeben haben, die aber fast alle heute ausgestorben sind.

Der Start des Programms erfolgte mit dem Kommando SIBE.


AIDOS/M

AIDOS war ein Datenbank- und Recherchesystem, dass von den ESER-Rechnern auf die Bürocomputerwelt (Computer A7150 und EC1834 unter dem Betriebssystem DCP) portiert wurde. Gegenüber den aufwendigen Online-Abfragen sollten so preiswerterer Offlineabfragen unter Nutzung lokaler Datenbankkopien ermöglicht werden. Hersteller war der VEB Robotron-Projekt Dresden.


Startbildschirm von AIDOS

Hauptmenü von AIDOS

Wichtige Anwendungsgebiete waren die Speicherung, Pflege und gezieltes Wiederfinden variabel langer Informationen, wie z. B. Nachweise von Büchern, Zeitschriftenartikeln, Forschungsberichten, Marktübersichten, Produktlisten, Patentschriften, Reiseberichten, Arztbefunden, Projekten und Programmen. Eine AIDOS/M-Datenbank bestand aus Speichern für System- und Anwenderdaten. Auf diese Speicher werden Grundfunktionen angewendet, mit deren Hilfe die erforderlichen Informationsleistungen erbracht wurden. Diese Grundfunktionen umfassten Mit Hilfe der Datenbeschreibung entwarf sich der Nutzer eine oder mehrere Bildschirmmasken, so genannte Eingabeformulare, für seine individuelle Menüsteuerung. Die Eingabedaten wurden an Hand der in der Datenbeschreibung definierten Merkmalseigenschaften und, falls erwünscht, mittels eines vordefinierten Wörterbuches, das als Thesaurus strukturiert sein kann, oder einer hierarchischen Klassifikation geprüft.

Die Datenbanken könnten bis zu 64000 Sätze enthalten mit jeweils ca. 200 Merkmalen. Alle Daten einer AIDOS/M2-DCP-Datenbank konnten durch Passworte vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden.

Von AIDOS/M gab es zwei Versionen: AIDOS/M-1 und AIDOS/M-2.


MIDOS

(MIDOS=Modulares Informations- und Dokumentationssystem)
Es diente der Erfassung, Pflege, Wiederfindung und Aufbereitung von Dokumentennachweisen (also eine Art Stichwortdatenbank für Literatur). Entwickler war das EAW Treptow, wahrscheinlich als eine abgerüstete Variante von AIDOS. Als Rechner kamen die 8-Bit-Maschinen unter dem Betriebssystem SCP in Frage, also im wesentlichen A5120 und PC1715. Zur Arbeit wurden mindestens zwei Diskettenlaufwerke benötigt: eins für die Programmdiskette und eins für die Datendiskette. Auf eine 624-KByte-Diskette passten ca. 1200 Datensätze mit einer durchschnittlichen Länge von 500 Bytes. Ein Datensatz konnte maximal 1500 Bytes groß sein, ein Suchbegriff maximal 40 Zeichen lang. Bis zu 1000 Recherche-Ergebnisse konnten gelistet werden.
Eine Kopplung von MIDOS mit den Großrechnervarianten von AIDOS war geplant, ist ist aber unsicher, ob die jemals realisiert wurde.


Hauptmenü von MIDOS

MIDOS arbeitete menügeführt, zur Dateneingabe gab es entsprechende Masken.

Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de