Morsegeber MG80

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Der Morsegeber MG80 wurde seit 1982 vom Meßgerätewerk Zwönitz - BT Gerätewerk Karl-Marx-Stadt produziert. Im Jahre 1986 erfuhr er eine Weiterentwicklung und wurde so bis zum Ende der DDR gefertigt.


Morsegeber MG80M

Rückseite des Gerätes

Innenansicht des MG80M

Interface-Karte

MG80M-Rechnerkarte

Der Morsegeber verbesserte wesentlich den Betriebsdienst, in dem u.a. spezifische Gebemerkmale des Funkers entfielen. Die Zeichen wurden mit dem MG80 in gleichbleibender hoher Qualität generiert und die Verständlichkeit auf der Empfangsseite verbessert. Außerdem bot das Gerät vielfältige Möglichkeiten bei der Morsetelegrafieausbildung.

Der MG80 konnte umschaltbar mit deutschen Tastaturlayout oder mit sowjetischen Tastaturlayout arbeiten.

Es existierten zwei Varianten. Die Version MG80 und die Version MG80M mit erweitertem Funktionsumfang. Den MG80M erkennt man an der Seriennummer, bei der der eigentlichen Seriennummer ein "M" vorangestellt ist. Diese Variante ermöglichte den automatischen Empfang von Morse- und Fernschreibzeichen und eine Umsetzung der empfangenen Zeichenart in die jeweils andere Zeichenart, also Morsezeichen in Fernschreib-Zeichen und umgekehrt.

Den zentralen Teil des Morsegebers bildete die Zentrale Recheneinheit ZRE K2521 des Mikrorechnersystems K1520. In dieser komplexen Baugruppe erfolgte die Steuerung der Betriebszustände, die Bildung des jeweiligen Zeichencodes in einem bestimmten Zeittakt sowie die gesamte Speicherung, Dekodierung und Kodewandelung der Zeichen. Bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius gewährleistet eine integrierte Heizung mit spezieller Steuerung die Betriebstemperatur der Elektronik.

Sämtliche Anschlussbuchsen befanden sich an der Geräterückseite. Die Signale wurden über Filter geführt, sodass eine wirksame Funkentstörung gewährleistet war.

Anschlussmöglichkeiten waren vorhanden für:



Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de