Dateisysteme



CP/M-artige

(SCP, CP/A, CP/Z, CP/K, BCU, DAC)
Die Formatierungsart von CP/M-Disketten kann sehr unterschiedlich sein.
Abhängig vom Diskettenlaufwerk benutzt man bei Seltener gibt es auch 8-Zoll-Disketten, die für das Laufwerk betrieben werden.

Die Sektorgröße kann 128 Byte, 256 Byte, 512 Byte oder 1024 Byte sein, wobei sich 256 Byte und 1024 Byte als Standards herausgebildet haben.
Die Disketten bestehen aus 3 Teilen: Abhängig von der Sektorgröße und der Lage des Verzeichnisbereichs ergeben sich verschiedene Formatierungsarten.
Einige Betriebssysteme, wie CP/A und DAC erkennen die meisten Formatierungsarten von selbst.
Bei anderen muss vor dem Zugriff auf eine Diskette deren Formatierungsart mit einem speziellen Programm eingestellt werden.

Ein Kopieren von CP/M-Disketten am PC ist möglich.
Bei Formatierungen, die einen Formatwechsel (zwischen Systembereich und Verzeichnisbereich) haben, ist ein sehr schneller Diskettencontroller notwendig.


SIOS, BROS

Unter SIOS können 8-Zoll-Disketten oder 5¼-Zoll-Disketten benutzt werden. Generell ist die Formatierung nur einseitig.
Die 8-Zoll-Disketten werden mit 77 Spuren formatiert, die 5¼-Zoll-Disketten mit 80 oder 40 Spuren.
2 Spuren sind davon jeweils als Reserve. Werden bei der Formatierung defekte Spuren erkannt, werden diese durch die Reservespuren ersetzt. Sind mehr als 2 Spuren defekt, ist die Diskette für SIOS unbrauchbar.

Die Sektorgröße ist in der Regel 128 Byte, es gibt aber auch Disketten mit 1024 Byte Sektorgröße.
Die Umschaltung beim Lesen wird vom Betriebssystem automatisch vorgenommen.

SIOS bzw. sein Abkömmling BROS kennen 2 Arten von Dateien: Ein Kopieren von SIOS-Disketten am PC ist möglich, erfordert aber einen sehr schnellen Diskettencontroller.


UDOS

UDOS war in der Lage, mit unterschiedlichen Dateisystemen zu arbeiten. Verbreitet waren die Systeme ZDOS und NDOS.

ZDOS

ZDOS war das Dateisystem von UDOS1526 Version 3 und UDOS1526 Version 4. Die Formatierung erfolgte entweder einseitig (Kopf 0) oder mit einem weiteren getrenntem Dateisystem auf Kopf 1. Die Sektorgröße betrug 134 Byte, wobei 128 Bytes auf die klassischen Daten entfielen und sechs Bytes die Verkettung der einzelnen Sektoren untereinander vornahmen. Ein Kopieren von ZDOS-Disketten am PC ist daher nicht möglich, da dadurch die Sektorgröße auf 128, 256, 512 bzw. 1024 verkürzt würde.

Das Inhaltsverzeichnis der Dateien befand sich auf Spur 22. Es umfasste neben dem Dateinamen und dem Startsektor das Erstellung- und Änderungsdatum, den Dateityp, einige Berechtigungsattribute sowie bei Programmen die Startadresse.
Die einzelnen Dateien konnten fragmentiert sein. Die Verkettung der einzelnen Sektoren einer Datei erfolgte durch die 6 Steuerbytes am Ende jedes Sektors: Zwei Bytes bildeten einen Zeiger auf den nachfolgenden Datenblock, zwei Bytes zeigen auf den vorhergehenden Datenblock und 2 Bytes bildeten eine Prüfsumme.

UDOS unterscheidet zwei Arten von Disketten: Die Auswahl, ob eine Diskette Systemdiskette wird, erfolgte beim Formatieren.


UNIX

MUTOS und WEGA besitzen als UNIX-kompatible Betriebssysteme ein hierarchisches Dateisystem auf inode-Basis.
Als Dateiarten gibt es: Dateien, Verzeichnisse, Links und Sonderdateien.
Letztere repräsentieren z.B. ein angeschlossenes Gerät, wie etwa ein Diskettenlaufwerk oder eine Schnittstelle.


BOS1810

BOS besitzt ein hierarchisches Dateisystem, in dem mit Verzeichnissen und Dateien gearbeitet werden kann.



Letzte Änderung dieser Seite: 19.01.2017Herkunft: www.robotrontechnik.de