Triumphator-Werk

Das Triumphator-Werk im sächsischen Mölkau (nahe Leipzig) war ein Hersteller mechanischer Rechenmaschinen. Triumphator hatte sich auf das Sprossenradprinzip konzentriert und war auf diesem Gebiet einer der ältesten und erfolgreichsten deutschen Hersteller. Die Produktion mechanischer Rechenmaschinen begann 1903 und endete 1963.


Triumphatorwerk, historische Ansicht

Im Jahr 1900 wurde das Werk als "Leipziger Röhrenwerke GmbH" gegründet. Die Herstellung von Elektronenröhren war jedoch nicht erfolgreich und bereits 1903 schwenkte die Firma auf die Produktion von Rechenmaschinen um. Ein Jahr später benutzte das Werk den Markennamen "Triumphator" und wurde 1907 in "Triumphator Rechenmaschinenfabrik GmbH" umbenannt. Ab 1909 verkürzte sich der Name auf "Triumphatorwerk GmbH". Im Jahr 1920 erfolgte der Umzug der Firma von Lausen bei Markranstädt in die Gebäude einer ehemaligen Klavierfabrik in Leipzig-Mölkau. 1938 erfolgte eine weitere Umbenennung in "Triumphator-Werk Heer & Co". Während des 2. Weltkrieges wurde, wie in allen anderen Rechentechnikfabriken, auf Kriegsproduktion umgestellt, was durch teilweise Kriegszerstörung bestraft wurde. 1948 wurde das Werk unter dem Namen "REMAFA Spezialfabrik für Rechenmaschinen Triumphator" (später "VEB Triumphator-Werk Rechenmaschinenfabrik") verstaatlicht.


Rechenmaschine CRN1 von Triumphator

Ab 1963 wurde im Werk die Produktion eigener mechanischer Rechentechnik eingestellt und dafür Baugruppen für das Ascota-Werk (z.B. Buchungsmaschine Ascota 170) gefertigt. Kurze Zeit später begann der Umstieg auf die Produktion elektronischer Rechentechnik. 1969 wurde das Triumphatorwerk als "Werk 3" in das Buchungsmaschinenwerk eingegliedert und produzierte u.a. Baugruppen für das Datenerfassungsgerät 1370.

Mit Ende der DDR und dem Zerfalls von Robotron endete auch die Rechentechnikproduktion im Triumphatorwerk. Erfreulicherweise hat der Gebäudekomplex bis heute (2013) überlebt. Er wurde renoviert und ist heute ein Gewerbezentrum, in dem sich verschiedene Firmen niedergelassen haben.


Gebäude des Triumphatorwerks im Jahr 2013





Letzte Änderung dieser Seite: 29.11.2016Herkunft: www.robotrontechnik.de