Deutsches Chemiemuseum Merseburg

(Alias DCHM)

Bis zum Jahr 2014 gab es im Chemiemuseum neben großen und kleinen Anlagen der chemischen Industrie auch eine eine ansehnliche Sammlung an chemiebezogener Computertechnik, vorwiegend aus DDR-Produktion. Die Geräte waren auf einen Dauerausstellungsraum (Gebäude 147) und den Fundus (Gebäude 104) verteilt.

Ziel dort war es, die Rechentechnik nicht nur in optisch ansehnlichen Zustand, sondern auch wieder weitgehend funktionsfähig zu machen, was bei vielen Geräten auch bereits gelungen war. Bedingt dadurch, dass wir berufstätig sind und von Auswärts anreisen, arbeiten wir meist unauffällig zu nächtlicher Stunde an der Reparatur der Geräte.


Computeranlage in der ehemaligen Dauerausstellung

Restaurierter Computer im ehemaligen Fundus

Restaurierte Computer in der ehemaligen Dauerausstellung

Restaurierte Computer in der ehemaligen Dauerausstellung

Restaurierte Rechneranlage Audatec im ehemaligen Fundus

Paralleldrucker VT24000 im ehemaligen Fundus

Restauriertes Audatec-Bedienpult im ehemaligen Fundus

Der Platz im Ausstellungsraum war bald ausgeschöpft, im Fundus wurde die Packungsdichte der Exponate immer größer und die Reparaturen aufgrund der Enge immer schwieriger. Viele Geräte stellten wir auf Rollbretter, um sie zur Reparatur jeweils in den Flur zu schieben, den einzigen Bereich, wo man sich noch effektiv bewegen konnte.


Enorme Packungsdichte im ehemaligen Fundus

Ein Teil des ehemaligen Fundus

Aus dem vorhandenem Gerätebestand wurde 2012 eine Sonderausstellung generiert.


Sonderausstellung im Chemiemuseum

Der Ausstellungsraum im Gebäude 147 soll künftig als Unterrichtsraum verwendet werden, das Gebäude 104 (das auch als Studentenwohnheim sowie Firmensitz benutzt wurde) soll abgerissen werden, wahrscheinlich eine Folge der gesunkenen Studentenanzahl. Die Rechentechnik war im Chemiemuseum nur eine Randgruppe, die Erhaltung der Sammlung dort konnte aufgrund des immer weiter schwindenden Räumlichkeiten nicht aufrecht gehalten werden.


Nachtschicht im Museum

Seit 2012 suchten wir daher eine neue neue, langfristige Unterbringung für die Gerätesammlung. Sponsoren (oder Firmen, die freien Platz haben) fanden sich leider nicht und so freundeten wir uns mit dem Gedanken an, selber eine Unterkunft für die Sammlung zu kaufen. Weihnachten 2013 hatten wir dann ein Gebäude in Halle gekauft, dort das Rechenwerk Computermuseum Halle gegründet und sukzessive die Geräte dorthin transportiert. Mitte 2014 war der Umzug nach über 100 Fahrten abgeschlossen.

Bis auf wenige Schreib- Rechenmaschinen sowie ein Audatec-Prozessleitsystem gibt es nun keine Rechentechnik mehr im Chemiemuseum.


Links

Deutsches Chemiemuseum Merseburg
Rechenwerk Computermuseum Halle
Digital Computer & Elektronik Arbeitsgemeinschaft Halle




Letzte Änderung dieser Seite: 10.01.2017Herkunft: www.robotrontechnik.de