Mikrofilmgerät Z1001

(Alias Z 1001, Z-1001)

Dieses Gerät wurde in den 1980er von Robotron-Messelektronik Dresden entwickelt und war primär für den Einsatz in Schulen vorgesehen. Es beinhaltetet einen kleinen Rückprojektor, mit Hilfe dessen Mikrofilme (Standbilder) auf einer Mattscheibe dargestellt wurden.


Gerät Z1001 mit einigen Filmen

Im Lesemodus konnte per Tasten zur nächsten bzw. vorigen Seite geblättert werden, außerdem gab es eine Rückspulfunktion und eine Funktion zum schnellen Vorspulen.

Im Lehrmodus (umschaltbar an der Geräterückseite) wertete das Gerät optische Informationen aus, die auf dem Mikrofilm untergebracht wurden und sprang abhängig von den gedrückten Tasten unterschiedliche Bilder an. So konnte beispielsweise eine Frage auf dem Bildschirm gestellt werden, die mit den Taste Ja bzw. Nein zu beantworten war, wobei in einem Fall eine Seite aufgerufen wurde, die die Richtigkeit der Antwort bescheinigte, im anderen Fall eine, die auf die falsche Entscheidung hinwies und ggf. zurücksprang. Ein Zählwerk protokollierte die Anzahl der richtigen bzw. falschen Antworten. Die Antwort konnte auch einer Auswahl aus maximal fünf Möglichkeiten sein. Im Film konnten Zeitvorgaben programmiert sein, nach deren Verstreichen die richtige Antwort automatisch dargestellt wurde.


Geöffnetes Z1001, Linke Seite

Geöffnetes Z1001, rechte Seite

Geöffnetes Z1001, Ansicht von oben

Geöffnetes Z1001, Ansicht von hinten

Die Mikrofilme waren beim Kauf bereits mit den Bildern bestückt. Zur Inbetriebnahme war auf der Geräteoberseite eine Klappe zu öffnen, die Filmrolle wurde aufgesteckt, der Filmanfang durch das Lesefenster geleitet und an die Aufwickelspule geklemmt. Dann war die Transportmechanik mittels eines Hebels anzuschwenken und das Lesen konnte beginnen.

Im Inneren des Gerätes befand sich ein Projektor mit einer Halogenlampe im Zentrum. Eine aufwändige Optik schickte das Licht durch die aktuelle Filmseite und dann über zwei Spiegel auf die Mattscheibe. Der Antrieb des Mikrofilms erfolgte durch einen Elektromotor und zwei Capstanrollen. Außerdem waren je ein Motor in der Aufwickelspule und in der Abwickelspule untergebracht. Im hinteren Teil des Gerätes saßen die Stromversorgung und die Steuerelektronik. Eine Computersteuerung hatte das Gerät nicht.


Drei Z1001 im Einsatz in einer Schule

Heute sind Z1001 sehr selten, ebenso die zugehörigen Filme.
Wer hat noch Mikrofilme für das Z1001?



Letzte Änderung dieser Seite: 03.01.2017Herkunft: www.robotrontechnik.de