Geräte des Systems URSATRON 5000

Zum System Ursatron 5000 gehörten mehrere Rechnerserien, z.B. Ursalog 5010, Ursalog 5020 und Ursadat 5000, Ursamar 5000 und Ursatrans 5000. Außerdem gab es einige Geräte, die für alle Rechnerserien nutzbar waren und direkt unter dem Namen "Ursatron" liefen. Hersteller dieser Geräte war Elektro-Apparatewerk Berlin Treptow.


Programmiergerät URSATRON 5000

Das Programmiergerät diente zur Eingabe und Übersetzung des Anwenderprogramms, zum Programmtest, zur Programmierung von EPROM-Schaltkreisen, in Verbindung mit der VE1 zur Inbetriebnahme der Speicherprogrammierten Steuerung URSALOG 5010 sowie der Speicherprogrammierten Steuerung URSALOG 5020. Das Gerät wurde mit Netzspannung betrieben und war über eine alphanumerische Tastatur zu bedienen. Es hatte einen Bildschirm für 8 Zeilen zu je 16 Zeichen, der den Dialogverkehr mit dem Bediener ermöglichte und dazu eine Oszillographenröhre benutzte. An der Frontseite befand sich eine Steckfassung zur Aufnahme eines EPROM zwecks Programmierung oder Abfrage seines Speicherinhalts. Der Deckel des Gerätes enthielt eine UV-Löscheinrichtung für EPROM-Schaltkreise.


Programmiergerät URSATRON 5000

Das Programmiergerät war mit Anschlusssteuerungen für folgende Geräte ausgerüstet:


Anschlussschema des Programmiergeräts

Bei der Inbetriebnahme konnte das Gerät über ein serielles Interface IFSS mit der "VE1 I" über eine vieradrige Leitung von max 70m Länge verbunden werden. Die Inbetriebnahmebaugruppe "VE1 I", welche dazu anstelle der VE1 der Ursalog 5010 eingesetzt wurde, erfüllte vollständig deren Funktion und war für das Anwenderprogramm mit RAM anstelle des EPROMs ausgestattet. Für die Programmierung und Inbetriebnahme einer VE1 konnten die folgenden Funktionen des Programmiergerätes genutzt werden: Das Programmiergerät Ursatron 5000 gilt heute als ausgestorben.


Serviceeinheit URSATRON 5000

Eine abgewandelte Variante des Programmiergeräts stellte das Servicegerät dar. Die Serviceeinheit war ein tragbares Kompaktgerät (mit Tastatur, Kleindisplay, EPROM-Löscheinrichtung, Schwenkhebelfassung) und diente als Hilfsmittel für die Prüfung, Inbetriebnahme und Wartung von Anwendersystemen mit K1520-Bus. Die Serviceeinheit gestattete den Test von Anwendersoftware im laufenden Anwendersystem, zum Teil unter Echtzeitbedingungen, sowie die Überprüfung und Wartung von im Anwendersystem gesteckten Ein-/ Ausgabe-Modulen. Sie gestattete die Beobachtung und/oder Beeinflussung der meisten K1520-Systembus-Signale. Das zu testende Anwendersystem wurde über eine Anschlusssteuerung mit K1520-Busanschluss (SE-AS 2351) und ein Bandkabel an die Serviceeinheit angeschlossen. Inwendig befand sich ein K1520-Rechnersystem, das größtenteils mit Sonderkarten von EAW bestückt war.

Im Gegensatz zum Programmiergerät hatte die Serviceeinheit keine Volltastatur, sondern eine Hex-Tastatur.


Serviceeinheit URSATRON 5000

Serviceeinheit URSATRON 5000, geöffnet

Baugruppen:
NameBeschreibung
ZRE K2521.05Prozessorkarte
AKD 3712Anschluss für Kleindisplay (mit Bildröhre B7S2N)
TKD 3711Treiber für Kleindisplay
SE-AS 2351SE-Anschlusssteuerung
SE-TA 2350SE-Tastatur
SE-TP 2352SE-Testpunkt
SE-MO 2353SE-Monitor-Speicher (3K EPROM, 1K RAM)
SE-SI 2354SE-Simulation (4K RAM)
SE-ZS 2355SE-Zusatzspeicher (8K EPROM)
SE-AV 2356.01SE-Archivspeicher (RAM, EPROM)
SE-AV 2356.02SE-Archivspeicher (RAM, 4K EPROM)
SE-AZ 2357SE-Anzeige
SE-FP 2358SE-Frontplatte

Von der Serviceeinheit Ursatron 5000 existiert heute noch mindestens 2 Exemplare. Eins befindet sich im Rechenwerk Computermuseum Halle.


Bediengerät URSATRON 5000

Dieses Gerät ermöglichte die prozessorientierte Bedienung der Automatisierungseinheiten Ursalog und Ursadat und ermöglichte:


Bediengerät URSATRON 5000

Bediengerät URSATRON 5000

Das Bediengerät konnte entweder mit Gehäuse als Auftischgerät oder offen zum Einbau in Pulte ausgeführt sein. Intern besaß es einen Mikrorechner auf Basis des Prozessors U880, begleitet von 3 KByte ROM und 1 KByte RAM. Zur Anzeige dienten LED-Siebensegmentanzeigen und Einzel-LEDs, eine Hex-Tastatur ermöglichte die Eingabe von Bytes. Die Kommunikation mit der Automatisierungstechnik erfolgte über eine IFSS-Schnittstelle. Die beiden Schlüsselschalter dienten dem Einschalten des Geräts und der Freigabe der Tasten.

Vom Bediengerät Ursatron 5000 existiert heute noch mindestens 1 Exemplar. Es befindet sich im Rechenwerk Computermuseum Halle.


Letzte Änderung dieser Seite: 03.01.2017Herkunft: www.robotrontechnik.de